„Wie schön sind deine Wohnungen“
- Damals und heute: Nach 1990 begann Lutz Balzer sein Bildarchiv zu öffnen, um erste Ausstellungen mit seinen Synagogen-Fotos zu gestalten. Seine Reisen haben ihn während der vergangenen 40 Jahre nicht nur nach Osteuropa, sondern auch zu seinen eigenen jüdischen Wurzeln geführt.
- Foto: Angelika Reiser-Fischer
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Perspektivwechsel: Manche Menschen fotografieren mit Leidenschaft Blumen. Oder Sonnenuntergänge. Der Erfurter Hobbyfotograf Lutz Balzer lichtet seit etwa 40 Jahren Synagogen in den osteuropäischen Ländern ab. Seine Bilder sind derzeit in einer Ausstellung zu sehen.
Von Angelika Reiser-Fischer
Es war wohl gleich nach seiner Schulzeit. Damals in den 1970er-Jahren trampte Lutz Balzer in den Ferien durch die CSSR. In Prag staunte er über die prächtigen großen Synagogen. In anderen, kleineren Orten sah er indes die jüdischen Gotteshäuser in oft traurigem Zustand. Manche wurden ganz neu genutzt: als Bibliotheken, Kulturhäuser. In Budapest fand er in einer einstigen Synagoge gar ein Schwimmbad, in einer anderen ein Fernsehstudio vor. Andere waren Lagerhallen oder nur noch Ruinen.
Autor:Online-Redaktion |
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