Synagoge

Beiträge zum Thema Synagoge

Blickpunkt
Die Vorsitzende des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden, Inessa Myslitska, in der Neuen Magdeburger Synagoge. | Foto: Thomas Nawrath
2 Bilder

Jüdischer Landesverband in Sachsen-Anhalt
Teil der Gesellschaft

Jüdinnen und Juden sind Teil der Gesellschaft. Doch zahlreiche antisemitische Vorfälle haben auch in Sachsen-Anhalt Ängste und Sorgen geschürt. Der Landesverband Jüdischer Gemeinden will das nicht hinnehmen. Von Thomas Nawrath Magdeburg. Die rund 1.300 Jüdinnen und Juden in Sachsen-Anhalt verstehen sich als Teil der Gesellschaft und wollen sich wieder stärker in der Öffentlichkeit zeigen. Die Vorsitzende des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden, Inessa Myslitska, sagte dem Evangelischen...

Eine WeltPremium

Europäische Kulturhauptstadt 2026
Brücken bauen am Ufer der Waag

Am 13. Februar startet im westslowakischen Trenčín die offizielle Eröffnung des Europäischen Kulturhauptstadtjahres 2026: Mit Konzerten, Führungen, Lesungen und einem kulinarischen Programm soll die Stadt aufleben und neue Brücken gebaut werden. Von Kilian Kirchgeßner Die Wolle strahlt in bunten Farben. Meterlange Kunstwerke aus kleinen gestrickten Quadraten sind in der Galerie zu sehen, davor stellen sich vier Dutzend Frauen zu einem Gruppenfoto auf. Vernissage im slowakischen Trenčín: Im...

  • 01.01.26
Aktuelles

München
Alte Synagoge feiert Wiedereröffnung

München (epd). Die alte Synagoge an der Münchner Reichenbachstraße wird an diesem Montag feierlich wiedereröffnet. Nach jahrelanger Restauration soll die Bauhaus-Synagoge wieder im Glanz von 1931 erstrahlen, als sie errichtet wurde. Zum Festakt am heutigen Montagabend werden Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) erwartet, zudem die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München (IKG), Charlotte...

  • 15.09.25
  • 1
AktuellesPremium

Jüdisches Leben
"Ein fester Teil der Gesellschaft"

Gleich zwei neue Synagogen konnten im Jahr 2023 eröffnet werden. Das zeigt: Jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt entwickelt sich weiter. Doch das zarte Pflänzchen ist gefährdet. Von Oliver Gierens Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz kam persönlich nach Dessau, als im Oktober 2023 die neue Sy-nagoge anstelle des von den Nazis zerstörten Vorgängerbaus eröffnet wurde. Doch der hohe Besuch hatte einen tragischen Hintergrund: Kurz zuvor, am 7. Oktober 2023, hatte die Hamas in einem beispiellosen...

  • 19.08.25
Aktuelles

Bundesgerichtshof
Synagogen-Attentäter scheitert mit Revision

Leipzig/ Karlsruhe (epd). Der Halle-Attentäter Stephan B. ist wegen eines versuchten Gefängnisausbruchs im Dezember 2022 nun rechtskräftig verurteilt. Der in Leipzig ansässige 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) hat die Revisionen der Staatsanwaltschaft und des Angeklagten gegen das entsprechende Urteil des Landgerichts Stendal vom 27. Februar 2024 verworfen, teilte der Bundesgerichtshof am Dienstag in Karlsruhe mit. B. wurde vom Landgericht wegen Geiselnahme in Tateinheit mit...

  • 16.07.25
Aktuelles

Sachsen-Anhalt
"Antiisraelische Meinungen und die Stimmungen machen uns Sorgen"

Magdeburg (epd). Inessa Myslitska ist seit Dezember 2024 neue Vorsitzende des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden in Sachsen-Anhalt. Zugleich ist sie Vorstandsvorsitzende der Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg. Sie will dem Judentum zwischen Altmark, Saale und Unstrut in der Öffentlichkeit mehr Präsenz verschaffen. Oliver Gierens hat mit ihr gesprochen. Frau Myslitska, vor anderthalb Jahren konnte Ihre Gemeinde in Magdeburg die neue Synagoge eröffnen. Der Vorgängerbau war von den Nazis zerstört...

Kirche vor Ort

Anschlagsplan auf Synagoge in Halle
Haftbefehl vollstreckt

Halle (KNA) Im Fall eines mutmaßlichen Anschlagsplans auf die Synagoge in Halle ist gegen einen 19-Jährigen ein Haftbefehl vollstreckt worden. Das Amtsgericht Halle verkündete den Haftbefehl vor einer Woche, wie die Staatsanwaltschaft Halle mitteilte. Dem Jugendlichen wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und damit verbunden der unerlaubte Besitz einer Schusswaffe vorgeworfen. Der 19-Jährige soll einen rechtsextremistisch motivierten Anschlag auf die Synagoge in...

  • 30.04.25
BlickpunktPremium
Max Privorozki, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, Halle | Foto: epd-bild/Jens Schulze
2 Bilder

Gedenken in Halle
Mehr Empathie erwartet

Der Anschlag auf die Synagoge in Halle jährte sich am 9. Oktober zum fünften Mal. Warum für den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Max Privorozki der Kampf gegen Antisemitismus zur Daueraufgabe wird, erklärte er im Vorfeld Oliver Gierens. Wie präsent ist der 9. Oktober 2019 für Sie und Ihre Gemeinde bis heute? Max Privorozki: Für diejenigen, die vor fünf Jahren am Jom-Kippur-Tag in der Synagoge gewesen sind, bleibt immer die Erinnerung an zwei Menschen, Jana und Kevin, die wir nicht gekannt...

  • 10.10.24
Aktuelles
2 Bilder

Kommentiert
Keine hohlen Worte mehr

Von Oliver Gierens Die Einschusslöcher sind noch in der Tür der Synagoge in Halle zu sehen. Sie sind eine bleibende Mahnung für das, was vor fünf Jahren, am 9. Oktober 2019, an diesem Ort passiert ist: Ein Rechtsextremist wollte in das jüdische Gotteshaus eindringen, dort wahllos Menschen töten – nur, weil sie Juden waren. Zum Jahrestag werden wir wieder in unzähligen Reden Solidaritätsbekundungen mit den Juden in Deutschland und mit Israel im Allgemeinen hören. Manch einer wird das auch...

Aktuelles

Gedenken
Halle erinnert an Synagogen-Attentat

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat eine sinkende Hemmschwelle für Hass in der Bevölkerung kritisiert. Bei der zentralen Gedenkfeier zum fünften Jahrestag des rechtsterroristischen Attentats auf die Synagoge in Halle sagte er am 9. Oktober  in der Ulrichskirche, die „Netzwerke des Hasses“ seien immer schwerer aufzuspüren. Seit dem terroristischen Angriff der Hamas auf Israel vor einem Jahr scheine sich geradezu ein Ventil für einen ungezügelten Judenhass geöffnet zu haben, sagte...

  • 09.10.24
Aktuelles

Freitag vor 1
Zeit zum Danken

„Danket dem Herrn; denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich“, heißt es gleich in mehreren Psalmen. Den Satz hört man im Zusammenhang mit dem Erntedank dieser Tage wieder oft. Einige Kirchengemeinden haben den diesjährigen Erntedank bereits gefeiert. Viele feiern ihn aber am ersten Sonntag im Oktober, dem Erntedanksonntag. Die Kirchen sind festlich geschmückt, mit Kürbissen und anderem Gemüse, mit Kornähren und Obst, Blumen und anderen Gaben. Natürlich geht es um mehr als nur das, ...

  • 04.10.24
Aktuelles

Jüdische Gemeinde Halle
Privorozki beklagt Antisemitismus

Halle (epd). Fünf Jahre nach dem Terroranschlag auf die Synagoge in Halle beklagt der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Halle, Max Privorozki, einen anhaltenden Antisemitismus in Deutschland. Nach dem «Pogrom» der Hamas gegen Israel vor einem Jahr habe die jüdische Gemeinschaft eigentlich Empathie und Anteilnahme erwartet, sagte Privorozki. «Aber offenbar macht es einen Unterschied, ob ein Anschlag von einem Neonazi oder von der Hamas ausgeht», sagte der Vorsitzende des Landesverbandes...

  • 04.10.24
Aktuelles

Nach dem Brandanschlag in Oldenburg
Solidarität mit jüdischer Gemeinde

Nach dem Brandanschlag auf das jüdische Gebetshaus in Oldenburg solidarisiert sich die Stadtgesellschaft. Oberbürgermeister Krogmann spricht es klar aus: «Das war versuchter Mord, Terror und nichts anderes.» Oldenburg (epd) - Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge in Oldenburg haben am Sonntagmittag nach Polizeiangaben mehr als 500 Menschen, nach Schätzungen der Organisatoren sogar 700 Menschen in der Innenstadt ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinde demonstriert. Die Vorsitzende der...

  • 08.04.24
Kirche vor OrtPremium

Ausgezeichnet
Die andere Geschichtsstunde

Christoph Mauny ist einer der diesjährigen Preisträger des "Obermayer Awards für Erinnerungsarbeit". Der studierte Philosoph aus Weimar zeigte in einem Schülerprojekt, wie Kunst jüdische Geschichte eindrucksvoll vermitteln kann. Von Conny Mauroner Christoph Maunys Büro in der Weimarer Mal- und Zeichenschule ist gemütlich. Der Blick auf die historische Seifengasse mitten in der Innenstadt gerichtet, auf dem Tisch ein frisch gebrühter Kaffee. Die Atmosphäre ist entspannt – und das braucht es...

  • 28.02.24
Aktuelles
v. l.: EKM-Landesbischof Friedrich Kramer, Sachsens Landesbischof Tobias Bilz und Anhalts
Kirchenpräsident Joachim Liebig | Foto: epd-bild/Rico Thumser
14 Bilder

Teil 1
Jahresrückblick

Was für eine Zeit: Im Sonderzug zum Kirchentag Erstmals seit Ende der Coronapandemie trafen sich im Juni Zehntausende in Nürnberg wieder zu einem Kirchentag. Die Kirchenzeitung hatte eigens für die Christen aus Mitteldeutschland einen Sonderzug auf die Schiene gebracht. Die drei evangelischen Bischöfe aus Mitteldeutschland schickten ihn von Leipzig aus mit einem Reisesegen gen Nürnberg : EKM-Landesbischof Friedrich Kramer, Sachsens Landesbischof Tobias Bilz und Anhalts Kirchenpräsident Joachim...

  • 30.12.23
Kirche vor Ort
In Magdeburg ist am10.12.2023 die neu gebaute Synagoge eröffnet worden - mit der feierlichen Übertragung der Thora-Rolle und einem ersten Gottesdienst. | Foto: epd-bild/Viktoria Kühne
3 Bilder

Magdeburg
Ein langer Weg zur neuen Synagoge

Es war ein langer Weg, bis die Synagogen-Gemeinde in Magdeburg ihr neu gebautes Gotteshaus beziehen konnte. Erst war der Bau zu teuer, dann gab es Konflikte mit den liberalen Juden. Jetzt feiert die Gemeinde im Angesicht des Hamas-Terrors. Von Oliver Gierens (epd) Dem windigen Schneeregenwetter zum Trotz war es eine fröhliche Veranstaltung: Die Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg konnte am Freitag endlich ihr neues Gotteshaus beziehen. Zwei große Thora-Rollen in dunkelblauen Samthüllen wurden unter...

Kirche vor OrtPremium

Neue Synagoge
Trotz allem wird gefeiert

Magdeburg: Nach 85 Jahren bekommen die Juden in der Elbestadt wieder ein Gotteshaus. Am 10. Dezember wird der Synagogen-Neubau eröffnet. Von Oliver Gierens Während die Medien in diesen Wochen von verheerenden Bildern aus dem Nahost-Konflikt geprägt sind, haben die jüdischen Gemeinden in Sachsen-Anhalt Anlass zum Feiern – auch wenn die Freude nach dem Hamas-Terror gedämpft ist. Ende Oktober wurde in Dessau der erste Neubau einer Synagoge im Land nach dem Novemberpogrom 1938 eröffnet. Am 10....

  • 06.12.23
Aktuelles

Dessau
Besuchertag in neuer Synagoge abgesagt

Dessau-Roßlau (epd) - Die Jüdische Gemeinde in Dessau-Roßlau hat einen geplanten Tag der offenen Tür in der neuen Weill-Synagoge am kommenden Sonntag abgesagt. Grund sei die allgemeine Sicherheitslage nach den Angriffen auf Israel, sagte Verwaltungsleiter Aron Russ am Donnerstag: „Die Sicherheit der Anwesenden geht vor.“  An dem Tag wären mindestens 500 Besucher in der Synagoge erwartet worden, sagte Russ. Nach Rücksprache mit der Polizei sei die Gemeinde zu dem Entschluss gekommen, dass ein...

AktuellesPremium
Foto: epd-bild/Jens Schlüter
5 Bilder

Neue Synagoge
Eine Wunde heilt

Freude und Leid liegen für die jüdische Gemeinschaft in Sachsen-Anhalt derzeit nah beieinander. Kurz nach dem Hamas-Terrorangriff auf Israel ist in Dessau-Roßlau der erste Synagogen-Neubau in dem Bundesland seit der Wende eröffnet worden. Von Oliver Gierens Dessau-Roßlau ist berühmt als Stadt des Bauhauses, der legendären Architekturschule der klassischen Moderne. Doch auch ein ganz anderes Gebäude prägte einst das Bild der Stadt – wenn auch nur für 30 Jahre. 1908 erhielt die jüdische Gemeinde...

  • 26.10.23
AktuellesPremium
Aus Solidarität und Unterstützung jüdischer Menschen in Berlin versammelten sich mehrere Hundert vor der Synagoge am Fraenkelufer. | Foto: epd-bild/Christian Ditsch
2 Bilder

Schutz jüdischer Einrichtungen
Eine nie endende Verpflichtung

Die Terrorangriffe der Hamas auf Israel führen auch zu Sorge um die Sicherheit von Juden in Deutschland. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) erklärte, der Schutz jüdischen Lebens in Deutschland habe für die Sicherheitsbehörden absolute Priorität. Sie habe darüber auch mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, gesprochen. Der Schutz jüdischer Einrichtungen sei bereits in allen Bundesländern verstärkt worden, sagte Faeser. Es dürfe aber keinerlei Toleranz...

  • 19.10.23
AktuellesPremium

Solidarität in Zeiten der Angst

Beistand: "Die Angst ist groß, aber der Zusammenhalt ist stärker." Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war zum Solidaritätsbesuch in einer Berliner Synagoge. Von Michael Kinnen Kfir, 6 Monate altes Baby; Gadi Haggal, 73 Jahre alt; Judith Lynne, 70 Jahre alt; Erez Kalderon, 12 Jahre alt; Shiri Bibas, 33 Jahre alt; Yarden Bibas, 34 Jahre alt. Es sind Namen und Altersangaben auf den Plakaten. Dazu jeweils ein Foto. Lachende Gesichter, fröhliche Menschen. Wären da nicht die großen, weißen...

  • 19.10.23
Kirche vor Ort

Antisemitismus
Halle gedenkt der Opfer des Synagogen-Anschlags

Bei einer Gedenkveranstaltung am Montag erinnerten Vertreter aus Politik und Gesellschaft an die Opfer des Attentats auf die Synagoge vor vier Jahren. Mit einem Spendenprojekt wurde ein Zeichen der Hoffnung gesetzt. Um 12 Uhr ist das öffentliche Leben in Halle am Montag für kurze Zeit zum Erliegen gekommen. Mit einer Schweigeminute gedachte die Stadt der Opfer des rechtsterroristischen Anschlags vor vier Jahren, bei dem ein Attentäter versuchte, in die Synagoge einzudringen und dabei zwei...

Kirche vor Ort

Antisemitismus
Halle gedenkt der Opfer des Synagogen-Anschlags

Halle (epd) - Die Stadt Halle und die dortige jüdische Gemeinde gedenken am Montag der Opfer des Terroranschlags auf die Synagoge vom 9. Oktober 2019. Bürgermeister Egbert Geier (SPD) erklärte, auf dramatische Art seien vor vier Jahren die Folgen von Hass, Hetze und Intoleranz deutlich geworden. Daher werde über die rechtsextreme Ideologie als Hintergrund des Anschlags fortlaufend aufgeklärt. An der Synagoge in der Humboldtstraße findet ein stilles Gedenken statt, an dem neben dem Bürgermeister...

Kirche vor Ort

Judentum
Welterbezentrum soll Reste einer Synagoge miteinbeziehen

Erfurt rechnet mit dem Bau eines Welterbezentrums nicht vor 2025. Standort soll eine bisher als Parkplatz genutzte Fläche hinter dem Rathaus werden. Seit vergangenem Sonntag gehört das jüdisch-mittelalterliche Erbe Erfurts zum Unesco-Weltkulturerbe. Die Stadt Erfurt rechnet nach dem Eintrag ihrer jüdisch-mittelalterlichen Stätten in die Welterbeliste mit millionenschweren Investitionen in die touristische und museale Infrastruktur. Allein könne die Landeshauptstadt diese Kosten jedoch nicht...

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.