Cecilienstift
Von der Leder-Designerin zur Seelsorgerin
- Diana Blaszcyk-Wand verantwortet den Bereich Geistliches Leben.
- Foto: Uwe Kraus
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Tag für Tag lernt sie mehr Bewohner und Mitarbeiter, Kita-Kinder und Senioren kennen: Diana Blaszcyk-Wand gehört seit 1. März neu zur „Mannschaft“ des Halberstädter Cecilienstiftes.
Von Uwe Kraus
Noch ist sie an der Seite von Pfarrerin i. R. Hannah Becker im Seniorenbereich, bei den Mitarbeitern des Bereichs Hör-Rehabilitation oder bei den Kindern und Jugendlichen des Diakonissenmutterhauses unterwegs. Die 56-Jährige wird künftig als Diakonin den Bereich Geistliches Leben und Seelsorge verantworten und folgt damit auf Pfarrerin Elfi Runkel, die unterdessen als Persönliche Referentin des Magdeburger Regionalbischofs Johann Schneider wirkt.
Diana Blaszcyk-Wand betont, sie wolle „nah bei den Menschen“ und in allen Bereichen der diakonischen Einrichtung anzutreffen sein. Sie werde Andachten halten und Gottesdienste feiern. „Ich wollte nach sieben Jahren fester Anstellung als Gemeindepädagogin im Kirchenkreis Südharz neue Wege gehen“, erklärt sie ihren Schritt aus dem Thüringischen Teil der EKM über die Kirchenkreisgrenze in die Harz-Kreisstadt Halberstadt. „Es hat sich alles gut gefügt.“
Stiftungsdirektor Holger Thiele freut es, dass im Kuratorium eine „klare Entscheidung“ für Diana Blas-zcyk-Wand gefallen ist und gesteht, dass es „keinen Massenansturm auf die Stelle gab“. Die Diakonin studierte zunächst Lederwaren-Design, arbeitete 22 Jahre in der Filialleitung von Handelsunternehmen. Sie wurde Gemeindepädagogin und ließ sich zur Diakonin ausbilden. Bei ihrer Einsegnung zur Diakonin hielt sie ihre pinkfarbene "Überlebensarbeitstasche", die sie von der Neinstedter Diakonischen Gemeinschaft für ihren Dienst überreicht bekommen hat, in den Händen. Wenig später rückt sie nun mit ihrem Engagement im Halberstäder Cecilienstift wieder näher an ihre „Ausbildungsstelle“ heran.
Anfang März hatte man sie in einem Gottesdienst in der Bleicheröder St.-Marien-Kirche verabschiedet. Dabei verwiesen die Besucher auf ihre erfolgreiche Arbeit im Bereich Bleicherode und Wipperdorf, wo sie die regionale Projektstelle „4P-Erlebnisfactory“ innehatte. „Ich habe lange überlegt, es ist mir nicht leichtgefallen. Ich lasse hier viel zurück“, schaute Blaszcyk-Wand zurück. „Doch die neue Aufgabe reizt“. Sie betreut künftig seelsorgerisch rund 500 Mitarbeiter, davon 82 Prozent Frauen, aber auch 315 Menschen mit Behinderung, die Werkstattandachten und 528 Kinder in den bestens ausgelasteten Kitas des Stifts.
Autor:Uwe Kraus |
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