Volles Programm der christlichen Kirchen beim Sachsen-Anhalt-Tag in Quedlinburg
Morgenandacht und Musical

Steht das Kirchendorf an der Marktkirche zum Sachsen-Anhalt-Tag vom 31. Mai bis 2. Juni in der Unesco-Welterbestadt Quedlinburg auf sicheren Füßen? Oder befindet sich der Standort des Missio-Trucks genau auf einer Gruft? Sicher ist sicher: Bei allem Gottvertrauen, der 16 Tonnen schwere Lkw wird auf zusätzlichen Stahlplatten platziert. In ihm zeigt die katholische Kirche eine interaktive Ausstellung zu Fluchtursachen.
Neben dem Café der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde werden auf dem Markt der Möglichkeiten der Verein zur Förderung von Schulkindern in Uganda, die Cuba-Partnerschaft, der Caritasverband und der Förderverein Bonhoeffer-Haus Friedrichsbrunn das Landesfest bereichern. „All das wäre ohne das ehrenamtliche Engagement vieler Gemeindeglieder nicht drin“, lobt Pastorin Ursula Meckel.
Mit dabei sein werden auch Bewohner der benachbarten Stiftung Nein-stedt. Ihr Diakonie-Lädchen „HerzensSachen“ in der Carl-Ritter-Straße gilt als das Quedlinburger Schaufenster der Stiftung, in dem Gefilztes, geschöpftes Papier und selbst gesiedete Seifen angeboten werden.
Pastorin Meckel verweist darauf, dass der kirchliche Beitrag zum Landesfest das Motto „Welterbe, weltoffen, willkommen“ mit vier W ergänzen werde: „Werte wahren – wahre Werte“. „Wir möchten den Menschen stärker die wahren Werte christlicher Gemeinschaft näherbringen.“ Für den amtierenden Superintendenten Christoph Carstens ist das Festwochenende eine Mischung von großem Gottesdienst mit Landesbischöfin Ilse Junkermann auf dem Markt, musikalischem Einstimmen in der Stiftskirche, Musical „Franziskus“, Theater und Mittun. In einem Zirkuszelt gibt es Kreativangebote für die Familie und eine Kletterwand. Zu einem Höhepunkt soll eine große Morgenandacht an historischer Stätte werden. Ganz im Zeichen des Welterbes wird sie am 2. Juni ab 9 Uhr im Barockgarten an der Stiftskirche St. Servatii mit einem Bläserchor gefeiert. Der Schlossberg gilt als riesiges Museum mit Kirche und Stiftsgebäuden. Ohne Stift keine Stadt, sagen die Museologen.
Christoph Carstens spricht auch deutlich übers Geld. „Unser Kirchendorf steht auf festen finanziellen Fundamenten. Dank des breiten Engagements von rund 400 Gemeindegliedern fallen Personalkosten fast komplett weg.“ Das Budget von 15000 Euro sei übersichtlich, speise sich aus Mitteln der EKM, der Landeskirche Anhalts, den Freikirchen, des Kirchenkreises Halberstadt, des katholischen Bistums und der Staatskanzlei.
Wenn die Organisatoren um Konstantin Herrmann, Koordinator des Ökumenischen Kirchendorfes, Pastorin Ursula Meckel, Öffentlichkeitsbeauftragte des Kirchenkreises Halberstadt, Pfarrer Christoph Carstens, Gemeinde-referent Manfred Stedtler und René Thumser vom EKM-Gemeindedienst nach der größten Herausforderung gefragt werden, verweisen sie auf das Musical „Franziskus“ in der Marktkirche, das die Pfarrer Arnulf Kaus und Christian Plötner schufen. „80 Darsteller von sechs bis 86 sind beteiligt“, erzählt Pastorin Meckel begeistert. Konstantin Herrmann nickt. Weiß er doch als Luther-Figur, welch Mühe und Organisationstalent dahinterstecken.
Wer das Kirchendorf nicht besucht, erlebt am Abschlusstag Kirche mobil: Drei Bilder im Festumzug werden gestaltet. Es gibt ein Wiedersehen mit den „Franziskus“-Akteuren, die „Katholischen Kirchenmäuse“ fahren auf einem und die Bläser auf einem weiteren Wagen. Stiftsorganist Markus Kaufmann wird als Dirigent bei der „Kirchenmusik auf Rädern“ alle Hände voll zu tun haben.
Uwe Kraus

https://bit.ly/kirchen-satag

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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