Steinbach
Ende einer biblischen Sanierungszeit

Festkomitee: Stephan Friedrich (v. l.) und Freia Malsch vom Gemeindekirchenrat sowie Pfarrer Peter Nietzer | Foto: Foto: Susann Eberlein
  • Festkomitee: Stephan Friedrich (v. l.) und Freia Malsch vom Gemeindekirchenrat sowie Pfarrer Peter Nietzer
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Es ist ein Zufallsfund auf der Webseite des Kirchenkreises Bad Salzungen-Dermbach, der in einem Festjahr mündet. „Wir waren ziemlich erstaunt, dass die Kirchengeschichte in Steinbach auf das Jahr 1425 datiert und doch so weit zurück reicht“, sagt Christian Storch, Geschäftsführer der Strukturentwicklungsgesellschaft der Stadt Bad Liebenstein. Vor 600 Jahren wurde erstmals eine hölzerne Kapelle in Steinbach erwähnt. Eine Information, mit der er bei Pfarrer Peter Nietzer auf offene Ohren stieß.

Von Susann Eberlein

Denn: Die prächtige Kirche, die 1736 – vier Jahre nach einem großen Dorfbrand und aus der einst hölzernen Kapelle – entstand und das Ortsbild des Bergdorfs bis heute prägt, war in der Kur: 40 Jahre lang wurde das Gotteshaus im Spätbarock- und Rokokostil aufwendig saniert, vor wenigen Tagen sind die letzten Arbeiten an der Fassade abgeschlossen worden. „Das ist ein echter Meilenstein für die Kirchgemeinde. Uns war klar, dass das gefeiert werden muss. Und dass das vor allem musikalisch ist, liegt in Steinbach nahe“, sagt Pfarrer Nietzer. Der Bad Liebensteiner Ortsteil blickt auf ein reiches musikalisches Erbe. Im Deckengewölbe der Barockkirche musizieren die Engel.

Früher haben Bauern und Handwerker als Adjuvanten Kantaten aufgeführt, heute gestaltet der Kirchenchor die Gottesdienste mit. „Allein das zeugt davon, dass Steinbach sehr musikalisch war und ist“, bekräftigt Christian Storch.

Das von Kirchengemeinde und Stadt organisierte Festjahr hält viele Veranstaltungen bereit. Am 25. Mai, 17 Uhr, gibt es ein Benefizkonzert der Trachtenkapelle Steinbach und der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ zugunsten der Steinbacher Orgel. Das Instrument ist "in die Jahre gekommen", soll aber wieder aufgewertet werden. „Die Restaurierung wird ein Marathon“, so Storch.

Weitere Höhepunkte des Festjahres sind das Sommerkonzert von „Viva la Musica“ und „5er Brass“ am 29. Juni um 17 Uhr, bei dem geistliche und weltliche Chormusik erklingt. „Wir werden Sting hören, aber auch Lieder aus den Archiven der Steinbacher Notensammlung“, blickt Storch voraus. Am Vorabend des Tages des offenen Denkmals (13. September, 19.30 Uhr) gastiert das Barockorchester der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach in der Barockkirche. Am Tag des offenen Denkmals selbst um 16.30 Uhr rückt Kantor Damian Poloczek die Geschichte der Steinbacher Orgel in den Fokus.

Das Kirchenjahr beschließen der Kirchenchor Steinbach, der Posaunenchor Schweina und das Ensemble „brassamezzo“ mit einem Konzert am 16. November, 17 Uhr. Am 7. Dezember wird zu einer Adventsmusik der Kirchenchöre des Altensteiner Oberlandes und des Posaunenchores Schweina eingeladen.

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