Predigttext zum Sonntag
Unbedingt merken!

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Da wir nun gerechtgeworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus.
Römer 5, Vers 1 

Dieser Sonntag heißt „Reminiszere". Das bedeutet "sich erinnern“. Es ist ein Passionssonntag mit besonderem Augenmerk. Der Apostel Paulus macht in diesem Abschnitt seines Römerbriefs Erinnerungen wieder neu zugänglich – Erinnerungen, die unsere christliche Identität bestimmen.

Erinnern ist für Christen wichtig, damit wir uns bewusst werden, was Gottes Liebe schon alles für uns getan hat. Damit wir nicht vergessen, wie sehr wir eingebunden sind in das Heilsgeschehen Gottes mit den Menschen. Durch den Frieden mit Gott haben wir den Zugang zur Gnade und die Hoffnung auf Gottes Herrlichkeit, sagt Paulus.

Der Apostel spricht von Bedrängnissen, von Dingen, die das Leben schwer machen. Er musste gemeinsam mit den ersten Christen bald die Erfahrung machen, um seines Glaubens willen verfolgt zu werden.
Wie gehen wir mit den Bedrängnissen unseres Lebens um? Welchen Stellenwert haben sie in unserem Lebenslauf? Vielleicht vergessen wir sie. Vielleicht durchleben wir sie immer wieder neu, sodass sie uns gefangen halten.

Nur: Wer kann sich wie Paulus wirklich seiner Bedrängnisse rühmen? Wie schwer ist es, Gott immer an seiner Seite zu wissen und trotzdem das Schwere aus seiner Hand zu nehmen! Der Apostel sieht seine Bedrängnisse überraschend positiv: ein neuer und ungewöhnlicher Weg, mit den dunklen Seiten des Lebens umzugehen. Bedrängnisse sind keine verlorene Lebenszeit. Sie werden nicht verdrängt, behalten aber auch nicht die Macht, sondern werden verwandelt. Aus Bedrängnis wird am Ende Hoffnung.
Das Kreuz erinnert uns daran: Hoffnung kann wachsen, wenn wir unseren Glauben auch dann noch bekennen können, wenn wir Gott nicht mehr verstehen. Denn Gott steht für uns ein mit seiner Liebe. Dafür ist Jesus von Nazareth in den Tod gegangen.

Es kann sein, dass uns solch eine hoffende Lebenshaltung nicht immer gelingt, wenn es uns schwer trifft. Es braucht eine Menge Übung, um selbst noch in Bedrängnissen Gottes Gnade zu entdecken. Die Passions- und Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit für ein solches Üben und Sich-Erinnern, dass wir durch Jesus Christus bereits als Versöhnte durchs Leben gehen und Gott immer auf unserer Seite haben.

Swantje Adam, Pfarrerin in Coswig (Anhalt)
Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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