Wort zur Woche
Sorgenfresser ohne Sättigungsgefühl

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 Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
1. Petrus 5, Vers 7

Wenn wir mittags zu Tisch sitzen, sitzt auch unser Hund dabei. Er schaut uns mit seinen großen schwarzen Augen beim Essen zu, und sein Blick scheint sagen zu wollen: Warum gebt ihr mir nichts ab? Natürlich bekommt unser Hund regelmäßig Futter, und das in der für ihn ausreichenden Menge. Aber ein Sättigungsgefühl kennt er offenbar nicht. Wenn er nur könnte, würde er sich kugelrund fressen, bis er sich nicht mehr bewegen kann. Sicher, das liegt in seiner Natur, aber gesund wäre es für ihn nicht.
Auch die Sorge kennt kein Sättigungsgefühl. Wenn wir nicht aufpassen, wird sie größer und größer werden, bis sie uns schließlich lähmt und wir nicht mehr handlungsfähig sind. Das ist die Natur der Sorge. Natürlich ist es nicht grundsätzlich falsch, dass sich Menschen Sorgen machen. Problematisch wird es nur, wenn die Sorge überhandnimmt. Dann hat sie unser Leben im Griff, und es besteht die Gefahr, dass sie uns sprichwörtlich „auffrisst“. Dann geht uns die Puste aus.
Gott will nicht, dass wir uns vor Sorge verzehren. Es ist auch völlig nutzlos, denn unsere Sorge verändert nichts. Sie kreist nur um sich selbst. Ganz anders die Fürsorge, die in unserem Wochenspruch der Sorge gegenübergestellt ist. Fürsorge hat ganz den Nächsten im Auge. Um sein Wohlergehen, seine Gesundheit, sein Leben geht es, nicht um das eigene.
Bevor die Sorge uns erdrückt, dürfen wir sie uns abnehmen lassen und „auf Gott werfen“. Dazu lädt uns der Wochenspruch ein. Ich stelle mir das so vor, wie Sperrmüll im Recycling-Container zu entsorgen. Das ist manchmal notwendig und anstrengend. Aber nach getaner Arbeit fühlt man sich wieder leicht und frei.
Vertrauen wir uns einfach Gott an, dem großen Fürsorger unseres Lebens. Paul Gerhardt hat das in seinem bekannten Lied so verdichtet: „Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.“

Joachim Süss, Vikar in Buttelstedt und Neumark

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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