Predigttext
Gotteslob will heraus

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Mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. Kolosser 3, Vers 16b

Von Charlotte Reinhold

Mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen
Kolosser 3,16b Warum singen Menschen? Einfach nur so, aus Freude, aus Sehnsucht, aus Dankbarkeit, um jemanden zu feiern … Manchmal reichen Worten nicht aus für die Gefühle, die herauswollen. Wenn mich ein Glücksmoment packt, dann kann ich nicht anders als zu singen und Gott aus vollem Herzen zu danken. So stelle ich mir Maria mit ihrem Lobgesang vor, erfüllt von der Freude über das angekündigte Kind. Und Mirjam, erleichtert und jubelnd über die gelungene Flucht der Israeliten durch das Rote Meer.

Wenn wir Gott loben und danken wollen, so sollen wir es singend tun, mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern. Das sagt der Predigttextausschnitt heute am Sonntag Kantate, dem Sonntag der Kirchenmusik. Ein Gottesdienst ohne Gesang? Unvorstellbar! Trotzdem gab es das in vielen Kirchen in den letzten zwei Jahren. Es wurde im Wechsel gesprochen. Professionelle Sänger und Sängerinnen wurden engagiert, deren Stimmen stellvertretend für die Gemeinde durch das Kirchenschiff schallten. Mancherorts erklangen die Lieder instrumental, und die Gemeinde konnte die Texte mitlesen. Es gab viele Ideen, den gemeinsamen Gesang möglichst gut zu ersetzen. Und doch sang manchmal jemand heimlich hinter der Maske mit oder summte die Melodie. Denn das Gotteslob will heraus, nicht still in der Bank sitzen und zuhören. Vielmehr Dank, Lob, Sehnsucht und auch Trauer aus vollem Herzen heraussingen und mit den anderen Stimmen zum Klingen bringen. Gott sei Dank geht das in den Kirchen wieder!

Wenn ich selbst einen Gottesdienst gestalte, dann bedeuten die Lieder für mich: Genussmomente, Atemholen, Fallen lassen. Kurz: nichts tun als zu singen. Beim Beten, beim Sprechen, beim Lesen: Immer muss mitbedacht werden, was als Nächstes passiert. Aber im Gesang kann ich durchatmen.

Das Gotteslob herauszusingen ist an vielen Orten möglich. Mitten im Alltag, beim Spazieren durch den Park, auf dem Fahrrad, im Frühlingswind … Dann singe ich: „Lobe den Herrn meine Seele und seinen heiligen Namen, was er dir Gutes getan hat, Seele vergiss es nicht. Amen.“ aus Psalm 103,2, vertont von Norbert Kissel. Und es ist nicht nur Gotteslob im Glücksmoment. Es ist auch in schweren Zeiten eine Erinnerung an mich selbst, dass Gott mir Gutes getan hat.

Charlotte Reinhold
Autor:

Online-Redaktion

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