Ökumenischer Bibelsonntag
«Gebet der Ester» steht im Mittelpunkt

Foto: epd-bild/ Jens Schulze

Am letzten Sonntag im Januar wird in vielen Kirchengemeinden der ökumenische Bibelsonntag begangen. Er feiert die Heilige Schrift, die alle Christen verbindet, und beschäftigt sich dieses Jahr mit einem Gebet.

Stuttgart (epd). Der Ökumenische Bibelsonntag am 25. Januar hat das «Gebet der Ester» zum Thema. Er rücke das Gebet «als Pulsschlag des christlichen Lebens in den Mittelpunkt», teilte die Deutsche Bibelgesellschaft (Stuttgart) mit.

Seit mehr als 40 Jahren begehen katholische, evangelische und orthodoxe Gemeinden in Deutschland jeweils am letzten Sonntag im Januar den ökumenischen Bibelsonntag. Der Sonntag stellt die Bibel als das Buch ins Zentrum, das alle Christinnen und Christen verbindet, und wird häufig als Abschluss oder Eröffnung der ökumenischen Bibelwoche gefeiert.

Der diesjährige Sonntag behandelt einen Abschnitt aus dem Buch Ester, der das Gebet der jungen Königin schildert. Darin betet Ester in Todesangst und Not und wird so zum Vorbild für Menschen, die mit Sorgen, Ängsten und Hoffnungen Gottes Gegenwart suchen.

Das «Gebet der Ester» entstammt der griechischen Fassung des Ester-Buchs und gehört zu den deuterokanonischen Schriften, die in der Lutherbibel als «Apokryphen» bezeichnet werden und die in vielen protestantischen Bibeln fehlen. Auch in der Leseordnung der Kirchen kommt der Abschnitt nicht vor. Das sei einer der Gründe, warum der vermutlich eher unbekannte Text für den Bibelsonntag ausgesucht wurde, hieß es. Außerdem stärke der Text aus dem Alten Testament «das Bewusstsein für unsere jüdischen Wurzeln», betonte der ACK-Referent Jochen Wagner, der die Vorbereitungen verantwortet, laut Mitteilung.

Der Bibelsonntag wurde wie in jedem Jahr von einem Team der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) vorbereitet. Die ACK hat in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bibelwerk und der Deutschen Bibelgesellschaft Hilfen zur Gestaltung von Gottesdiensten entwickelt.

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Online-Redaktion

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