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Falsches Fortschrittsdenken
Das "Zauberhafte" in der Religion

Tübingen/New Haven (epd). Religion gilt seit der Aufklärung als Privatsache - ganz im Gegensatz zu den Jahrhunderten davor. Der Kirchenhistoriker Volker Leppin - Professor an der US-Elite-Universität von Yale und zuvor Dozent in Tübingen - hält das für falsch. Im Gespräch mit Marcus Mockler zu seinem neuen Buch «Gottesspuren» zeigt der Theologe, dass die westliche Welt mit ihrer Religionsvergessenheit international und historisch eher isoliert dasteht.

Von Marcus Mockler

Herr Professor Leppin, Ihr neues Buch «Gottesspuren» trägt den Untertitel «Das christliche Europa vor seiner Entzauberung». Was genau ist denn infolge der Aufklärung «entzaubert» worden?
Leppin: Entzaubert wurde das Bewusstsein, dass Gott überall sein und mir an jeder Ecke begegnen kann.

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