Menschen der Woche
Vaterunser ist ein "perfektes Gebet"

Die Erfurter Dogmatikerin Julia Knop sieht in den Debatten um Beziehungs- und Geschlechterfragen in der katholischen Kirche "eher kulturelle und politische Konflikte als religiöse". Die Theologin spricht sich dafür aus, "das traditionelle katholische Verständnis von Sexualität, Ehe und Familie weiterzuentwickeln". Wenn es um Geschlechterfragen ginge, solle man nichts "in die Natur hineinlesen, was im Leben von Frauen und Männern nicht gedeckt ist", so Knop, die vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken als Mitglied der Synodalversammlung beim Reformdialog der katholischen Kirche benannt wurde.

Kabarettist und Schauspieler Ottfried Fischer hält das Vaterunser für ein "perfektes Gebet". Es sage alles, "was gesagt werden muss, wenn man ein gottesgläubiger Mensch ist", so der 66-Jährige anlässlich der Premiere des Films "Hoffnungsvolle Finsternis – Otto Neururer". Erzählt wird die Geschichte eines österreichischen Pfarrers, der während des Nationalsozialismus in Buchenwald ermordet wurde. Fischer spielt den an Parkinson leidenden Pfarrer Anton, der sich Jahrzehnte später mit Freunden auf die Suche nach den Spuren des Geistlichen begibt.

Im Leben von Schauspielerin Muriel Baumeister spielt der Glaube eine entscheidende Rolle: „Ich glaube an Liebe, Verzeihung, Gott“, bekannte die 47-Jährige. 2016 verursachte Baumeister betrunken einen Autounfall. In ihrem jüngst erschienenen Buch „Hinfallen ist keine Schande, nur Liegenbleiben“ berichtet sie vom Kampf gegen die Alkoholsucht. Dass Freunde sie nicht hätten fallen lassen, so Baumeister, sei „ein Gottesgeschenk“.

Ex-Fußballprofi Michael Sternkopf hat der Glaube geholfen, seine Depression zu überwinden. Sternkopf spielte zwischen 1988 und 2004 unter anderem für den FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach. Als Profi und nach seiner Karriere habe er unter Leistungsdruck gestanden. Ein Burn-Out war die Folge. 2018 habe er seinen „wichtigsten Transfer zu Gott“ gemacht, so der 49-Jährige. „Das ist keine christliche Spinnerei, sondern das Gefühl, so geliebt zu werden, wie man ist.“ Heute erzähle er als Vortragsredner seine Geschichte, „um Menschen zu helfen".

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Online-Redaktion aus Weimar

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