Solidarnosc und die Angst der Stasi

Erfurt (epd) – Die Erfurter Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße zeigt jetzt die Sonderausstellung "Lernt Polnisch – Solidarnosc, die DDR und die Stasi". Die Exposition des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR kann bis zum 18. August im Souterrain besichtigt werden.
In deutscher und auch polnischer Sprache verfasst, widmet sie sich nach Angaben der Gedenkstätte denjenigen, die mit Sympathie und Unterstützung auf die Ereignisse 1980/1981 in Polen reagierten. Mit der Gründung der ersten freien und unabhängigen Gewerkschaft im sogenannten Ostblock im November 1980 habe ein "Moment der Freiheit" begonnen, der Faszination und Hoffnungen einerseits und Abneigung und Angst andererseits auslöste. Dabei hätten Mut und Kraft der polnischen Gewerkschaftsbewegung auch den Oppositionellen im ostdeutschen Nachbarland Hoffnung auf Reformen und eine neue politische Ära gemacht, hieß es.
Die Ausstellung zeige anhand von Stasi-Unterlagen, wie die Geheimpolizei pro-polnische – also "feindlich-negative" – Haltungen verfolgte und versuchte, Solidarität mit der Bewegung zu unterbinden. Auch den jungen Roland Jahn – heutiger Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen – hätten die Ereignisse in Polen geprägt, erklärte eine Sprecherin der Gedenkstätte.

www.stiftung-ettersberg.de

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Online-Redaktion aus Weimar

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