Feministische Theologie
Frauen in Bibel und Kirchengeschichte
- Das Dreifaltigkeitsfresko im Chorgewölbe der Kirche St. Jakobus Urschalling
- Foto: Privat
- hochgeladen von susanne sobko
Ein Vortrag mit Gespräch zum Thema „Neues Sehen – Wie Frauen den Blick auf die Bibel weiten. Einblick in die Feministische Theologie“ findet am kommenden Donnerstag (22. Januar) um 20 Uhr in Jena-Lobeda im Martin-Niemöller-Haus statt. Zu Gast ist Eva Lange, Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland (EFiM). Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.
„Seit Frauen ab Mitte des 20. Jahrhunderts studieren durften, studierten sie auch Theologie. Ihre Erfahrungen als Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft ließen sie andere Fragen stellen als ihre männlichen Kollegen. Als Grundprämisse galt ihnen: alle Menschen sind Ebenbild Gottes und alle sind erlöst und zu einem Leben in Fülle aufgerufen. Daher fragten sie danach, ob die befreiende Botschaft Gottes sich in der Praxis auch für Frauen be-wahrheitet. An Beispieltexten lernen die Teilnehmenden an diesem Abend die Feministische Theologie als eine Richtung der Befreiungstheologie kennen“, berichtet Eva Lange.
„Feministische Theologie fragt: Wo sind die Frauen in der Bibel und in der Kirchenge-schichte? Und sie fragt danach, was bestimmte theologische Aussagen für Frauen und weib-lich gelesene Menschen bedeuten“, sagt die Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland. So seien in der feministischen Bibelforschung Texte analysiert worden, die verdeutlichten: Es gab in der Jesus-Bewegung nicht nur Männer, sondern auch Frauen. Nur würden sie in unseren Bibelübersetzungen nicht explizit genannt, sondern seien bei dem Wort „Jünger“ mitgemeint. Sichtbar werden die Frauen durch die „Bibel in gerechter Spra-che“ gemacht, die vor 20 Jahren erschienen ist.
Hintergrund:
Die Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland (EFiM) mit Sitz in Halle (Saale) sind ein unselbstständiges Werk der EKM. Sie stärken und verbinden Frauen-Engagement in den Gemeinden und Kirchenkreisen, vernetzen sich mit anderen Frauenverbänden und beziehen Position in Kirche und Gesellschaft. Charakteristisch ist die Zusammenarbeit von haupt- und ehrenamtlich aktiven Frauen.
Weitere Informationen im Internet: www.frauenarbeit-ekm.de
Autor:susanne sobko |
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