Friedenstreck
Pferdetreck erreicht türkische Grenze

- Foto: Facebook/Pferde-Glocken-Friedenstreck
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Kapikule (epd). Der Pferde-Friedenstreck aus Berlin in den Nahen Osten hat nach mehr als 2.700 Kilometern Fahrt die EU verlassen und das türkische Grenzgebiet erreicht. Pferde, Menschen und Fahrzeuge befänden sich seit Donnerstag im Bereich des Grenzübergangs Kapikule auf türkischem Gebiet, sagte Pfarrer Helmut Kautz in Kapikule. Derzeit sei noch offen, ob eine Weiterreise möglich ist.
Der Treck war am 80. Jahrestag des Weltkriegsendes am 8. Mai in Berlin gestartet und soll Weihnachten Jerusalem erreichen. Dort soll eine aus Militärschrott gegossene Friedensglocke an eine Schule übergeben werden, in der jüdische, muslimische und christliche Kinder gemeinsam unterrichtet werden.
Die türkischen Grenzbeamten seien gastfreundlich und „sehr, sehr nett“, sagte Kautz. Dem Treck mit derzeit neun Pferden seien Strom und Wasser zur Verfügung gestellt worden. Auf einer kleinen Wiese im Grenzbereich sei ein Lager aufgeschlagen worden. Die Grenzbeamten seien auch bei der Versorgung behilflich, weil der Treck den Grenzbereich derzeit nicht verlassen dürfe.
„Wir fühlen uns hier sehr wohl, sind aber ein bisschen eingesperrt“, sagte der Pfarrer der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz: „Und die Pferde sind entspannt.“ Kautz sagte, die durch die Türkei geplante Route sei rund 1.600 Kilometer lang. Derzeit seien zwei Kutschen, sieben weitere Fahrzeuge und 18 Menschen mit dabei. Der Friedenstreck hat nach Brandenburg und Sachsen bislang Tschechien, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien durchquert.
Autor:Online-Redaktion |
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