Ehrenamtliche Kirchenleitung
Tagung der Kreis-Präsides

Das Collegium maius in Erfurt

„Sorgt euch nicht um euer Leben“. Der Satz aus der Bergpredigt, Herrnhuter Lehrtext am 3. September d. J., war eine recht steile und zum Nachdenken führende Vorlage für die Tagung der Präsides der Kreissynoden unserer Landeskirche zusammen mit dem Präsidium der Landessynode am 3./4.September 2021 im Collegium Maius, dem Landeskirchenamt zu Erfurt.

An dieser Tagung nahm auch, neben unserem Landesbischof Friedrich Kramer, den Oberkirchenräten Fuhrmann, Große und Lehmann sowie weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landeskirchenamts, der gerade frisch eingeführte neue Präsident des Landeskirchenamtes, Dr. Jan Lemke, teil. Gerade darin kann man einen Ausdruck besonderer gegenseitiger Wertschätzung sehen: viele Kreispräsides waren zum feierlichen Einführungsgottesdienst in der Augustinerkirche gekommen, und Präsident Lemke selbst hat viele Jahre Synodenerfahrung auf verschiedenen Ebenen in KPS, EKM und EKD. Ein guter gemeinsamer Beginn.

Die Zusammenkunft der Präsides mit dem Synodenpräsidium war der erste umfassende präsentische Austausch seit dem Beginn der pandemischen Sondersituation, und es war auch der erste Austausch nach der Neubildung der Kreissynoden in der Folge der letzten Gemeindekirchenratswahlen. Und so konnten einige ganz neue Kreispräsides in der Runde begrüßt werden, zu der auch einige bereits „alte Hasen“ gehören. Fast alle Kirchenkreise waren repräsentiert. Die Tagung stand unter der erfahrenen Leitung des im Frühjahr ebenfalls neugewählten Präses unserer Kreissynode, Dieter Lomberg. Geistlich begleitet wurde die Runde der Schwestern und Brüder in Impuls und Andacht in der Michaeliskirche durch unseren Landesbischof.

Neben dem gegenseitigen Kennenlernen und der ausführlichen Vorstellung der Arbeit des Landeskirchenamts samt seiner personellen Struktur durch die dezernatsleitenden Oberkirchenräte sowie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekam jeder Kirchenkreis die Gelegenheit, aktuelle Fragen aus seinem Bereich anzusprechen, Projekte vorzustellen sowie Probleme anzureißen.

Gemäß dem zitierten Bergpredigtsatz liegen unser Leben und unser Dasein als Kirche fest und geborgen in Gottes treuer Hand. Sorgen und Nachdenklichkeit hinsichtlich der kirchlichen Arbeit in den Kirchenkreisen wurden im Austausch neben viele gelungene Einzelprojekte gestellt. Die Kreispräsides berichteten über die Erfahrungen mit gottesdienstlichem und gemeindlichem Leben unter Pandemiebedingungen, über Schwierigkeiten, Herausforderungen und gute Erfolge im Wechselspiel zwischen digitalem und präsentischem Miteinander. Über gute Erfahrungen hinsichtlich einzelner Projekte im Bereich der Erprobungsräume wurde ebenfalls diskutiert und sich ausgetauscht.

Eines war gemeinsam: Alle Kirchenkreise sind durch den stetigen Rückgang der Mitgliederzahlen geprägt. Während Einigkeit darin herrschte, dass das kirchliche Leben sich hierauf einstellen muss, kamen doch durchaus gewichtige Sorgen aus: Überforderungen der Mitarbeitenden auf ehrenamtlicher wie hauptamtlicher Seite, Befürchtungen, viel Kraft in langen Strukturdebatten hinsichtlich der zukünftigen Zahl der Kirchenkreise zu binden (und damit vielleicht auch anzusetzen), sorgende Nachdenklichkeit hinsichtlich der Umsetzung des spirituellen und missionarischen Auftrags unserer Landeskirche als Gemeinde Jesu Christi. Aus einzelnen Kirchenkreisen konnte auch über die ersten Perspektivgespräche im Lichte von Beschlüssen des Landeskirchrats berichtet werden. Die Pausen und der Abend (wieder einmal im fast schon legendären Schwarzburger Hof!) konnten zur Vertiefung genutzt werden.

Summa summarum: eine gelungene erste gemeinsame Tagung dieser Wahlperiode (die Zeit war, wie fast immer, zu kurz), eine breite Palette an Themen, die vertieft werden müssen, und die Notwendigkeit der gemeinschaftlichen Weiterarbeit an vielen drängenden Fragen, die, zukunftsorientiert, die nächsten Tagungen ausfüllen werden. Präses Lomberg, dem hier mit allen vorbereitenden Geschwistern recht herzlich gedankt wird, wird dazu beizeiten einladen.

Stephen Gerhard Stehli, Erster Vizepräses der Landessynode, Präses der Kreissynode Magdeburg

Autor:

Online-Redaktion

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