Freitag, vor eins ...
Seite 1 - Wie gleich sind wir?
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Am 11. Oktober begehen 15 Pfarrerinnen und Pfarrer in der Eisenacher Georgenkirche ihr diamantenes bzw. goldenes Ordinationsjubiläum. Im letzteren Fall bedeutet das 50 Jahre das Recht, zu predigen, das Abendmahl auszuteilen und zu taufen. Was so technisch klingt, wird den Theologinnen mehr bedeuten: eine echte Errungenschaft.
Von Beatrix Heinrichs
Wer in Thüringen als Frau 1976 ordiniert wurde, zählte zu der ersten Generation von Pfarrerinnen, denen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung per Gesetz erlaubt war. Frauen vor ihnen hatten darum gekämpft – und Zurückweisung in Kauf nehmen müssen.
Heute ist diese Ungleichbehandlung kaum noch vorstellbar. Im Gegenteil: Frauen prägen das Bild von Kirche – als Pfarrerin auf Social Media, Leiterinnen diakonischer Einrichtungen, in der Kirchenmusik. Der Gleichstellungsatlas der EKD widerspricht dem Eindruck nicht: Laut Angaben von 2022 liegt der Frauenanteil unter den kirchlich Beschäftigten in der EKM bei 71 Pro-zent. Zielsetzung also erreicht, ja sogar übererfüllt?
So einfach ist es nicht. Vollzeitbeschäftigt sind von ihnen nur knapp ein Drittel, und bezogen auf die Theologen im aktiven Dienst sind in der EKM nur 39 Prozent von ihnen Frauen. Woran liegt’s? Gesetze schaffen Rechte, können Strukturen und Traditionen aber nicht über Nacht ändern. Das kann nur der Wille, Gleichstellung nicht allein als Frauenthema zu begreifen.
In diesem Sinne gute Lektüre mit unserer aktuellen Ausgabe!
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Autor:Beatrix Heinrichs |

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