Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt
Landesbischof gratuliert Sven Schulze
- Landesbischof Friedrich Kramer
- Foto: EKM / Anne Hornemann
- hochgeladen von susanne sobko
Nach dem Rückzug von Reiner Haseloff (CDU) als Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt ist am Mittwoch Sven Schulze vom Landtag zum neuen Regierungschef gewählt worden. Bischof Friedrich Kramer gratulierte zur Wahl.
Magdeburg (epd). Der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Friedrich Kramer, hat dem neu gewählten Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU) die Unterstützung der Kirchen zugesagt. Schulze könne sich gewiss sein, dass „wir als Kirchen an seiner Seite stehen, wenn es darum geht, demokratische Mehrheiten zu finden, und uns dafür in der Zivilgesellschaft vielfältig engagieren“, erklärte Kramer am Mittwoch in Magdeburg.
Der Bischof gratulierte Schulze zum neuen Amt: „Ich wünsche ihm Gottes Segen, viel Kraft, einen langen Atem, Weisheit und Erfolg beim Führen der Landesregierung in gesellschaftlich sehr herausfordernden Zeiten.“
In der Landtagssitzung am Mittwoch hatten im ersten Wahlgang 58 der 97 Abgeordneten für Sven Schulze gestimmt, zwei Stimmen mehr als die sogenannte „Deutschland-Koalition“ von CDU, SPD und FDP selbst besitzt. Schulze leistete unmittelbar nach der Wahl seinen Amtseid mit dem religiösen Zusatz „...so wahr mir Gott helfe“.
Kramer dankte zugleich dem langjährigen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (CDU) für die stets gute Zusammenarbeit. Er habe seine Lebenszeit, Begabung und Kraft diesem Bundesland geschenkt. „Seine Bilanz als Ministerpräsident ist eindrucksvoll, die Liste der Erfolge und guten Entscheidungen für das Land lang“, sagte der mitteldeutsche Bischof. Der 71-jährige Haseloff stand seit 2011 an der Spitze des Bundeslandes.
Wünsche von Kirchen und Diakonie
Auch der Bischof des katholischen Bistums Magdeburg, Gerhard Feige wünschte dem neuen Ministerpräsidenten „Gottes Segen, die Gabe des rechten Wortes zur rechten Zeit und den Mut zur rechten Tat, wenn Entschlusskraft gefordert ist.“ Die Kirchen freuten sich „auf die Zusammenarbeit“ und hofften diesbezüglich „sehr auf Stabilität und eine Fortsetzung der guten Beziehungen zwischen Land und Kirchen“, sagte Feige.
Der Beauftragte der evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung, Albrecht Steinhäuser, hofft auf „Stabilität und Handlungsfähigkeit“ der neuen Landesregierung. Sven Schulze habe immer wieder deutlich gemacht, dass er für diese Stabilität im Regierungshandeln stehe und bereit sei, „die verlässliche Politik seines Vorgängers fortzuführen“, so Steinhäuser. Mit Blick auf die Landtagswahl am 6. September hoffe er, dass in einem erwartbar „pointiert geführten Wahlkampf der Respekt voreinander nicht auf der Strecke bleibt“.
Der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschland, Christoph Stolte, sagte, er wünsche sich eine stabile Landesregierung, „die in den Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der Entwicklung von Zukunftsperspektiven und in der Umsetzung des Sozialstaatsgebotes“ handlungsfähig ist. „Es geht heute und morgen darum, Entscheidungen zu treffen, die aktuell anstehen. Aber es geht auch darum, den Menschen im Land Zuversicht zu geben“, sagte Stolte.
Schulze im ersten Wahlgang gewählt
In der Landtagssitzung am Mittwoch hatten im ersten Wahlgang 58 der 97 Abgeordneten für Sven Schulze gestimmt, zwei Stimmen mehr als die sogenannte „Deutschland-Koalition“ von CDU, SPD und FDP besitzt. Schulze leistete unmittelbar nach der Wahl seinen Amtseid mit dem religiösen Zusatz „...so wahr mir Gott helfe“.
Autor:Online-Redaktion |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.