Impfpflicht: Debatte greift zu kurz

Berlin (epd) – Der Deutsche Ethikrat hat die Debatte um die Einführung einer Masern-Impfpflicht in Deutschland kritisiert. Die Forderung nach einer derartigen Pflicht für Kinder sei eine Verkürzung und daher verfehlt, heißt es in einer Erklärung. Die Wissenschaftler beklagen darin zudem eine »Unschärfe« des Begriffs Impfpflicht, da unklar sei, wie sie durchgesetzt werden solle. Der Ethikrat will nach eigenen Angaben noch vor der im Juli beginnenden Sommerpause des Bundestages eine umfangreichere Stellungnahme zu dem Thema vorlegen. Das 26-köpfige Gremium diskutiert ethisch umstrittene Themen und berät mit seinen Stellungnahmen Bundestag und Bundesregierung.

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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