Vor der Landtagswahl
Grönemeyer singt im Magdeburger Dom

Chormusik verbindet: Herbert Grönemeyer (r.) und EKM-Landesbischof Friedrich Kramer setzten im Magdeburger Dom ein Zeichen für das gesellschaftliche Miteinander. 
 | Foto: Viktoria Kühne
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Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben der Verein Heimatbewegen und die Initiative "Gemeinsame Sache" in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Chorverband zu einem Demokratiekonzert in den Magdeburger Dom eingeladen. Mit dabei: Herbert Grönemeyer. Der Musiker unterstützte gemeinsam mit Landesbischof Friedrich Kramer die Aktion mit rund 350 Sängern aus verschiedenen Chören in Sachsen-Anhalt.

Magdeburg (red).  Im Magdeburger Dom wurde am Donnerstagabend ein Zeichen für das gesellschaftliche Miteinander gesetzt. Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kam Herbert Grönemeyer nach Magdeburg, um mit mehreren Chören aus der Region zu singen. An der Aktion unter dem Motto „Gemeinsame Sache“ beteiligten unter anderem sich der Popchor Dessau, der Musical-Chor Ballenstedt, der Rundfunk-Jugendchor Wernigerode, Hearts Wide Open & TheMusicalOnes aus Gröningen, der Männerchor Opperode 1861, der Magdeburger Kantatenchor, die Biederitzer Kantorei, das Vokalensemble InTakt und Vokalensemble Multivokal sowie der Popchor Magdeburg.

Die Idee für den Chorabend in Magdeburg sei bei einem Besuch Grönemeyers in Ballenstedt im Harz entstanden, wie der MDR berichtet. Der 70-jährige Musiker engagiert sich seit vielen Jahren gegen Hass und Hetze sowie einen zunehmenden Rechtsruck in der Gesellschaft - unter anderem gemeinsam mit dem Verein Heimatbewegen. Der Verein kämpft etwa gegen Leerstand und engagiert sich in der Stadt- und Regionalentwicklung.

Neben Herbert Grönemeyer beteiligen sich an dem Chorkonzert auch Künstler wie Matthias Matschke, Sebastian Krumbiegel und die Band Santiano. Auf dem Programm des nicht-öffentlichen Konzertes standen bekannte Grönemeyer-Hits wie "Mensch" oder "Durch den Monsun" von der Band Tokio Hotel.

„Es war ein sehr besonderes, zu Herzen gehendes Erlebnis, all diese verschiedenen, sehr besonderen Stimmen zusammen zum ersten Mal hören zu können, erklärte Herbert Grönemeyer im Anschluss an das Konzert, das vor den Familien und Freunden der Chormitglieder stattfand. „Uns war es wichtig, bei all der Nervosität hier einen geschützten, persönlichen und intimen Rahmen zu schaffen, in dem die ersten Begegnungen, das Kennenlernen und die Freude am gemeinsamen Singen und die Menschen selbst im Mittelpunkt stehen.“

Das gemeinsame Konzert im Dom bildete den Abschluss einer Sachsen-Anhalt-Reise der Initiative #GemeinsameSache. In Deutschland sei seit der Wiedervereinigung vor 36 Jahren nicht darüber nachgedacht worden, wer wir sind, so Herbert Grönemeyer. So sei das Konzert ein Beispiel, ein Versuch, die Gesellschaft zusammenzuführen. „Es geht um ein Symbol, das zeigt, dass wir uns gegen alles wehren, was versucht, unsere Gemeinschaft zu zersetzen. Das Konzert in Magdeburg ist erst der Anfang, wir planen noch weitere dieser Aktionen.“

Chormusik verbindet: Herbert Grönemeyer (r.) und EKM-Landesbischof Friedrich Kramer setzten im Magdeburger Dom ein Zeichen für das gesellschaftliche Miteinander. 
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Foto: GemeinsameSache/ Josefine Cox
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