Lesung und Gespräch mit Julia Koll
Das Buch Mechthild
- Foto: Ausschnitt Buch-Cover
- hochgeladen von Dr. Sebastian Kranich, Ev. Akademie Thüringen
Mechthild, ein Name wie ein Häkeldeckchen: vermutlich vor über achthundert Jahren geboren, in Helfta gestorben, kurz vor ihrem zwölften Geburtstag die Stimme Gottes vernommen und sich von ihr über alle Hindernisse leiten lassen. Das Einzige, was von Mechthild von Magdeburg geblieben ist: die „vielleicht kühnste erotische Dichtung“ des Mittelalters, ihr siebenbändiges Buch Das fließende Licht der Gottheit, ein zwischen Gattungen flirrendes Werk, in dem sich Sang und Widersang mit Dialogen, Visionen, autobiografischen Passagen und Kritik an Ordensleben und Kirche abwechseln.
Doch nicht einmal dieses Buch ist im Original erhalten. Jemand anderes könnte also ihre Texte geschrieben haben. Sie könnte jemand ganz anderes gewesen sein, könnte nie geschrieben haben. Oder viel früher. Sogar immer noch. Einzig an ihrer Minnerei besteht kein Zweifel, einzig an der kämpferischen Liebe einer starken Frau. Auf Suche nach dieser fernen Schwester macht sich eine Frau von heute, um dort, wo sich die Spuren verlaufen, Mechthilds Lebensgeschichte auf die Beine zu helfen – mit ihrer eigenen.
Julia Koll liest aus ihrem funkensprühenden Debüt-Roman Das Buch Mechthild am 04. September 2026, 19.30 Uhr im Haus Dacheröden Erfurt, Anger 37. Moderation: Dr. Sabine Zubarik.
Preis: Vorverkauf: 12,00 € / 10,00 € ermäßigt. Abendkasse: 15,00 € / 13,00 € ermäßigt
Anmeldung ausschließlich über das Haus Dacheröden.
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