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Dem Evangelium verpflichtet
- Kirchenpräsident Karsten Wolkenhauer
- Foto: Landeskirche Anhalts
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Diese Landtagswahl hat die politischen Verhältnisse in Sachsen-Anhalt tiefgreifend verändert. Das Land ist gespalten.
Von Karsten Wolkenhauer
Unsere Sorge gilt dem sozialen Frieden und dem Miteinander der Menschen in unserem schönen Bundesland. Das Wahlergebnis zeigt eine große Unzufriedenheit in weiten Teilen der Bevölkerung. Gleichzeitig stehen so viele Menschen einander selbstlos mit Rat und Tat und Zeit zur Verfügung; helfen, spenden, teilen, hören zu und stärken einander.
Unsere Sorge gilt auch den von der AfD angekündigten Folgen, die das Wahlergebnis für Kultur und Bildung, Gemeinwesen und Ehrenamt, Diakonie und Kirche haben wird, für innere und äußere Sicherheit. Als Kirchen bringen wir eine lange Geschichte der Resilienz mit, wir haben Diktaturen und Unterdrückung, Kriege und Krisen überstanden und werden auch weiterhin unsere Türen für alle Menschen öffnen, die Schutz und Ruhe, Heilung und Wegweisung in der Gegenwart Gottes suchen.
Als Kirchen sind und bleiben wir zuallererst der Botschaft des Evangeliums verpflichtet. Die Gesellschaft darf von uns als Kirchen zu Recht prophetische Klarheit und faktenbasierte Diskurse erwarten. Einer Spaltung der Gesellschaft, der Schwächung demokratischer Institutionen und Einschränkung von Freiheitsrechten treten wir entschieden entgegen. Das Wohl aller Menschen im Land werden wir in unseren Fürbitten vor Gott bringen.
Der Autor ist Kirchenpräsident der Landeskirche Anhalts.
Autor:Online-Redaktion |
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