Warum der Kirchenpräsident die Stelle wechselt
Neuer Pfarrer in Sankt Jakob
- Martin Olejnicki (l,) und der Gemeindekirchenrat segneten Karsten Wolkenhauer in seinen Dienst an der St. Jakobskirche ein.
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„Meine liebe Gemeinde“ - so begrüßte Kirchenpräsident Karsten Wolkenhauer am Beginn seiner Predigt die Besucher des Kantatengottesdienstes zu den Bachfesttagen in der St. Jakobskirche in Köthen.
Von Willi Wild
Zuvor ist er von Pfarrer Martin Olejnicki und dem Gemeindekirchenrat in sein Amt als zweiter Pfarrer von St. Jakob eingesegnet worden. Sie haben richtig gelesen: Der Kirchenpräsident hat jetzt einen Predigtauftrag in Köthen.
Novum in der EKD
Das ist ein Novum in der EKD. Nicht, dass ein Kirchenleitender einen Predigtauftrag hat, aber dass dieser im Laufe seiner Amtszeit wechselt. In Wolkenhauers Berufungsurkunde steht, dass der Kirchenpräsident „bis auf Weiteres“ einen Predigtauftrag in Dessau St. Georg hat. Dem ist er auch im ersten Amtsjahr nachgekommen.
„Bis auf Weiteres“ heißt auch, dass sich der Ort ändern kann. Das ist jetzt geschehen. Wolkenhauer hat dem Vorschlag des Landeskirchenrates, in seiner Amtszeit einmal in allen Kirchenkreisen als Pfarrer tätig zu sein, zugestimmt. „Ich bin in einer Kirchengemeinde aufgewachsen und kann mir ein Amt ohne Gemeindenähe nicht vorstellen.“
Wie oft er in Köthen predigen werde, will er mit dem Gemeindekirchenrat absprechen. „Ich stehe bereit, wenn ich gebraucht werde“. Er habe beispielsweise angeboten die Osterwoche zu übernehmen. Wie lange er die landeskirchliche Pfarrstelle in St. Jakob innehabe, stehe noch nicht fest. Ebenso der Ort, der auf Köthen folge. Jetzt sei er erst mal in Köthen angekommen.
Am Abend seines „ersten Arbeitstages“ als Seelsorger hat Wolkenhauer zum gemeinsamen Gebet nach der Sachsen-Anhalt-Wahl in die St. Jakobskirche eingeladen. Ihm sei der Gemeindekontakt wichtig und die Gemeindeglieder sollen auch Gelegenheit bekommen, ihn kennenzulernen.
Seine Mutter, die im Harz lebt, habe den Wunsch geäußert, er möge doch auch einmal in ihrer Nähe, in Ballenstedt, eine Pfarrstelle übernehmen. „Das ist nicht ausgeschlossen“, sagt Wolkenhauer mit einem Augenzwinkern.
Autor:Willi Wild |
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