Kinder
Fachverband fordert weitere Bundesmittel für mehr Kita-Qualität

Mädchen und Jungen spielen in einem Kindergarten in Rheinland-Pfalz.
  • Mädchen und Jungen spielen in einem Kindergarten in Rheinland-Pfalz.
  • Foto: epd-bild/ Markus Hoffmann
  • hochgeladen von Katja Schmidtke

Der Bund sollte nach Auffassung des Kita-Fachverbandes der Diakonie in Deutschland über das Jahr 2022 hinaus Geld für mehr Kita-Qualität geben. Die weithin als «Gute-Kita-Gesetz» bekannte Regelung habe sich grundsätzlich bewährt, sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder, Carsten Schlepper. 

«Die finanzielle Förderung sollte deshalb auch im Koalitionsvertrag für die kommende Legislaturperiode verbindlich abgesichert werden.»

Bis 2022 überweist der Bund den Ländern zusätzlich 5,5 Milliarden Euro. Bei der Mittelverwendung aus dem «Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung», wie die Regelung offiziell heißt, dürfen die Länder eigene Schwerpunkte setzen. Sie können die Gelder beispielsweise für zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher ausgeben, in bessere Ausstattung, längere Öffnungszeiten, Sprachförderung oder besseres Essen investieren - aber auch, um die Eltern teilweise oder vollständig von den Gebühren zu befreien.

«Länder und Kommunen haben im laufenden Verfahren die Möglichkeit der Feinsteuerung, das ist gut», sagte Schlepper. Das sei auch weiterhin wichtig, weil die Ausgangslagen in den Bundesländern etwa bei der Versorgung mit Kita-Plätzen und der Fachkraftquote noch immer sehr unterschiedlich seien. «Die Verhältnisse für Kinder in den Kitas sollten vergleichbar gut sein - deshalb muss mit den Bundesgeldern auf jeweils unterschiedliche Weise angepasst werden», bekräftigte der kirchliche Kita-Experte.

Das Volumen der Förderung müsse gesteigert werden, forderte Schlepper. Außerdem müssten sich die Länder verpflichten, ihren Teil dazuzugeben. Künftig sollten Bundesgelder aber nicht mehr für die Beitragsfreiheit eingesetzt werden können, schränkte er ein. «Die Bundesvereinigung begrüßt grundsätzlich die Befreiung von den Beiträgen bei einkommensschwachen Familien, sieht sie jedoch als familienpolitische Maßnahme, die nicht zulasten der Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung eingesetzt werden sollte.»

Die Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder ist eine Fachgliederung der Diakonie in Deutschland. Sie vereint bundesweit 9.800 Einrichtungen, in denen eigenen Angaben zufolge mehr als 115.000 Beschäftigte für 550.000 Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren arbeiten. (epd)

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Katja Schmidtke

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