Kritik an AFD
Voigt: AfD besitzt "Feindlichkeit gegenüber Kirche und Religion"

Foto:  epd-bild/Rico Thumser

Hannover (epd). Der Ministerpräsident von Thüringen, Mario Voigt (CDU), hat AfD-Pläne zur Kürzung von staatlichen Leistungen an die Kirchen verurteilt. „Wer die Kirchen mit Geldstreichung gefügig machen will, der hat den Rechtsstaat nicht verstanden oder verachtet ihn“, sagte Voigt dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND). Staatsleistungen seien „kein Geschenk der Regierung, sondern verbrieftes Recht“.

Voigt beklagte eine „grundsätzliche Feindlichkeit gegenüber Kirche und Religion“ seitens der AfD. Dies sei „nicht konservativ - das ist kulturfeindlich“. Die AfD in Sachsen-Anhalt will im Fall einer Regierungsübernahme in dem Bundesland die staatlichen Leistungen an die evangelische und katholische Kirche kürzen. Ähnlich äußerte sich Thüringens AfD-Generalsekretär Daniel Haseloff.

Der Göttinger Staatskirchenrechtler Hans Michael Heinig hatte die Pläne aus dem sogenannten Regierungsprogramm April als „Zäsur“ bezeichnet. Die AfD will laut ihres Programms auch das Kirchenasyl in Sachsen-Anhalt stoppen. In Sachsen-Anhalt wird im September gewählt.

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Online-Redaktion

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