Freitag vor 1
Unsere Seite 1 - Das Schöne am Urlaub
- hochgeladen von Claudia Crodel
Das Schöne am Urlaub sind ja die Dinge, die man nicht im Vorhinein planen kann, vor allem die unerwarteten Begegnungen, die richtig gut tun. Im vergangenen Jahr standen wir an einem frühen Nachmittag mit unseren Fahrrädern in einer kleinen Stadt nahe dem Etsch-Radweg am Straßenrand und überlegten, auf den Routenplaner des Handys schauend, ob wir noch die rund 15 Kilometer zu einer Stadtbesichtigung nach Trient fahren wollten.
Ein Italiener mit Fahrrad hielt neben uns an und fragte: „Trento? Garda?“ Er sprach kein Deutsch, auch kein Englisch. Wir bis auf wenige Floskeln kein Italienisch. Aber er deute an, dass wir ihm folgen sollten. Das taten wir mit Gottvertrauen und fuhren hinterher. Es ging nicht an der Etsch entlang, sondern über kleine Orte. An jeder Kreuzung hielt unser "Reiseführer" an und schaute, dass wir den Anschluss nicht verlieren. So ging das, bis wir – als hätte er geahnt, was uns interessiert – genau vor dem wunderschönen Dom San Vigilio in Trento standen. Wir hatten gar keine Zeit, uns richtig zu bedanken, schon war er mit seinem Rad in der Menschenmenge verschwunden…
Wann immer ich jemanden nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub davon erzählte, staunten die Zuhörer und sagten: „So was wäre euch hier wahrtscheinlich nie passiert.“ Warum eigentlich nicht?
In diesem Sinne wünsche ich interessante Uralubsbegegnungen und natürlich eine gute Lektüre unserer Kirchenzeitung.
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Autor:Claudia Crodel |
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