Gebetswoche für die Einheit der Christen
Kopp: «Der Wahnsinn hat Methode»

Foto:  epd-bild/Heike Lyding

In einem ökumenischen Gottesdienst zur Gebetswoche der Einheit der Christen im Münchner Liebfrauendom beklagt der bayerische Landesbischof Kopp ein «Kampfpolitik-Spektakel». Christen seien in diesen dunklen Zeiten besonders gefragt.

München (epd). Der bayerische Landesbischof Christian Kopp hält in polarisierten Zeiten eine starke Ökumene für notwendig. «Wir brauchen mehr gemeinsame Signale und mehr gemeinsames Vorgehen», sagte der evangelische Theologe in seiner Predigt in einem ökumenischen Gottesdienst zur Gebetswoche der Einheit der Christen im Münchner Liebfrauendom laut Manuskript. Er träume von einer Ökumene, die sich noch sichtbarer der Polarisierung entgegenstelle, die Grenzziehungen nach hinten stelle und das Gemeinsame nach vorne. «Für mich wäre das ein starkes Signal in dieser so irren Zeit, die wir erleben.»

Die Gebetswoche zur Einheit der Christen sei ein unglaublich wichtiges Signal in diesem «Kampfpolitik-Spektakel», sagte Kopp weiter. In diesen Jahren werde man wieder an Zeiten erinnert, die es schon einmal gegeben habe. «In der Herrschende gemacht haben, was sie wollten.» Mit Blick auf ein neoimperialistisches Gebaren von US-Präsident Donald Trump sagte er: «Da will einer eine Insel und alles, was über Jahre fein als Gemeinschaft justiert wurde, wird irrelevant. Alles unglaublich.» Kopp weiter: «Du denkst ja, Du bist in einem surrealen Film. Aber es ist Wirklichkeit. Der Wahnsinn hat Methode.»

Zu komfortabel eingerichtet

Christinnen und Christen seien herausgefordert, mit all ihrer Kreativität, Leidenschaft und ihrem Willen, das Licht Gottes in die Welt zu tragen. "Wir haben uns da so ein bisschen komfortabel eingerichtet, mahnte Kopp. Der Bischof feierte den Gottesdienst zusammen mit Kardinal Reinhard Marx und Bischof Serovpé Isakhanyan von der Armenisch-Apostolischen Kirche in Deutschland.

Begangen wird die Gebetswoche für die Einheit der Christen seit 1908. Der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen und der Ökumenische Rat der Kirchen verantworten sie gemeinsam, wobei in jedem Jahr eine ökumenische Gruppe aus einem anderen Land die Vorbereitung übernimmt. In Deutschland wird die Gebetswoche von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen getragen.

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Online-Redaktion

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