Predigt
Himmlischer Türöffner
- hochgeladen von Mirjam Petermann
Er sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. Offenbarung 1, Verse 17+18
Ein Ostergruß am vorletzten Tag des Weihnachtsfestkreises. Eine Aussage, die es in sich hat. Ein Wort, so felsenfest wie die Bastei. Ich frage mich: Was wäre, gäbe es Ostern und diese Verheißung nicht?
Von Karsten Loderstädt
Es wäre trostlos. Der Hoffnung eine gute Nacht! Lebensangst und Todesfurcht würden mich zersetzen wie Salzsäure ein Stück Stoff.
Gott sei Dank, ist es anders gekommen: Es geht gut aus. Es leuchtet das Licht. Sogar bis hinein in die Dunkelkammer des Todes. Der Lebendige besitzt die Schlüssel für das Totenreich. Bildhafter kann ich es mir nicht vorstellen. Wer mit dem Tod von dieser Welt geht, beschließt den ersten Teil seines Lebens. Denn Gott ruft nach Hause. Wir dürfen heimkommen. Im Vaterhaus brennt Licht. Die Festtagstafel ist gedeckt. Die Türen öffnen sich. Keine Angst. Christus hat die Schlüssel. Er schließt das Totenreich ab und den Himmel auf.
Immer wieder aufs Neue müssen wir uns diese Tatsache einander zusprechen. Christus selber ist durch den Tod gegangen. Auferstehung gibt es nicht zum Nulltarif. Das ganze Gegenteil ist der Fall. Weil die Liebe über allem steht, soll, was wir im Leben verdorben haben, nicht im Verderben enden.
Von der Krippe kommen wir her. Haben gesungen: „Welt ging verloren, Christ ist geboren!“ Sein Weg führt vom Berg der Verklärung hinab durch den Sund der Sünde hinauf nach Golgatha. Am Abend vor seiner Verhaftung hätte er durch den Garten Gethsemane fliehen können. Jesus hat alles auf sich genommen: Sterben. Tod. Grab. Aus? Nein! Siehe oben. Gott hat das Leben aus dem Tod gerettet. Christus steht auf als der Erste unter allen, die entschlafen sind. Er lebt für immer und ewig. Wer’s glaubt, wird selig. Ich glaube das und möchte es niemals für mich behalten.
Der Autor ist Pfarrer in Siebenlehn.
Autor:Online-Redaktion |
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