Predigttext zum Sonntag
Guter Rat

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Kraft, Liebe und Besonnenheit. Drei Begriffe, die nicht nur in Krisenzeiten helfen können, sondern ein heilsames Rezept für alle Lebenslagen abgeben. Predigttext Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
2. Timotheus 1, Vers 7

Angst und bange werden kann einem schon in diesen Zeiten. Man weiß gar nicht, wo anfangen bei der Aufzählung von Gefahren, Missständen und Naturkatastrophen. Ob der Regenwald brennt, Wahlen gefälscht werden, Flüchtlinge ertrinken, der Klimawandel fortschreitet, das Coronavirus die Welt in Atem hält oder der Frieden in Gefahr ist – die Weltlage lehrt uns das Fürchten. Von persönlichen Schicksalsschlägen, Versagensängsten, Fehlentscheidungen und Gesundheitsproblemen ganz zu schweigen! Wir sind überfordert von so viel Elend und Handlungsbedarf. Kein Wunder, wenn so mancher Verschwörungstheoretikern mit einfachen Erklärungsmustern aufsitzt oder nur noch schwarzsehen kann.

An die Adresse von Timotheus und allen, die sich überfordert fühlen und Angst vor der Zukunft haben, richtet sich Paulus mit einem seelsorgerlichen Brief – Hoffnung und Ermutigung von einem, der im Gefängnis sitzt, an diejenigen da draußen, die gefangen sind in ihrer Furcht. Dass einem angst und bange werden kann, stellt er nicht in Abrede, gibt er er doch ein lebendiges Beispiel dafür ab, was alles passieren kann. Trotzdem ermuntert er dazu, sich den Lebensmut nicht nehmen zu lassen. Sein dringender Rat an den jungen Gemeindeleiter und jeden von uns: Bleibt nicht vor lauter Furcht auf dem Sofa sitzen. Ihr könnt nicht die Welt retten, noch nicht einmal die Kirche, aber in eurer jeweiligen Situation einiges tun mit Kraft, Liebe und Besonnenheit.

Das hilfreiche Motto fürs tägliche Leben erinnert an die Kraft Gottes, die einen Saulus zum Paulus gemacht hat, von der wir zehren in schwachen Stunden, die uns Rückenwind und Ausdauer gibt, energisch zu handeln, wo Not am Mann ist. Ein wichtiges Kriterium: Was ohne Liebe geschieht, kann nur schiefgehen. Dabei ist nicht nur an geliebte Menschen gedacht, bei denen es Freude macht zu helfen, sondern auch an Andersdenkende, Nervensägen und Fernstehende. Besonnenheit schließlich bewahrt vor übereilten Entscheidungen, Vorurteilen, Stimmungsmache. Sie hat mit Weisheit und Verstand zu tun, spricht gegen spontanes Twittern und für gute Recherche.

Christine Lässig, Pfarrerin i. R., Weimar
Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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