Predigttext zum Sonntag
Es gehtums Leben

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Wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist … damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt.
1. Johannes 1, Vers 2b & 3b

Bevor das neue Jahr beginnt, macht man sich so seine Gedanken. Der Weihnachtstress ist vorbei. Der Alltag hat noch nicht angefangen, Firmen und Geschäfte haben geschlossen, Muße statt Hektik. Zwischen den Jahren geht mancher in sich und stellt sich seinen ganz persönlichen Jahresrückblick oder gar eine Lebensbilanz zusammen: Woran erinnert man sich gerne, und was hätte besser laufen können? Was ist unverdientermaßen über einen gekommen an Freud und Leid, und was hat man sich selber zuzuschreiben? Lässt sich etwas zum Guten wenden, was jetzt noch im Argen liegt? Und gibt es lebenswichtigere Vorhaben für das kommende Jahr als abnehmen, Sport treiben und beruflich erfolgreich sein?

Vielleicht sollten wir öfter an den denken, der „Heil und Leben mit sich bringt“. Wir haben es in der Adventszeit gesungen, aber immer noch nicht ganz verinnerlicht. Für den Verfasser des 1. Johannesbriefes ist die Erfahrung, dass Gott am Beispiel seines menschgewordenen Sohnes zeigt, wie er sich ein erfülltes Leben vorstellt, neu und überwältigend. Das muss er weitersagen in langen begeisterten Sätzen, die bis in unsere Tage überliefert worden sind. Das Leben ist erschienen, Gott ist auf die Erde gekommen und hat sich anfassen lassen. Die Gemeinden in Kleinasien und die Menschen aller Zeiten sollen mit hineingenommen werden in die Gemeinschaft derer, die untereinander verbunden sind im Glauben an Jesus Christus als den Sohn Gottes. „Auf dass unsere Freude vollkommen sei.“

Niemöllers Kriterium „Was würde Jesus dazu sagen?“ könnte unser Leben sicher besser machen, wenn wir es ernster damit nähmen. Für die meisten von uns ist die christliche Botschaft nichts Neues und Aufregendes wie in der Urgemeinde. Wir müssen unser Leben nicht umkrempeln und wie die Jünger alles Gewohnte zurücklassen, um mit Jesus durchs Land zu ziehen. Wir brauchen noch nicht einmal Nachteile oder gar Verfolgung zu fürchten wie Christen anderswo. Aber den lieben Gott einen guten Mann sein lassen und ihn aus dem Alltag weitgehend rauszuhalten, tut uns und unserer Umgebung nicht gut. Das Angebot, sich Lebenshilfe geben zu lassen, steht.

Christine Lässig,
Pfarrerin i.R., Weimar
Autor:

Online-Redaktion

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