Wort zur Woche
Ermöglichen oder verordnen?

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Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.
Matthäus 20, Vers 28

Lockdown. Viele Menschen fordern seine Verschärfung, andere sein Ende. Wenn ich die Argumente lese, kann schon mal der Blutdruck steigen. Wenn ich die Bibel lese, sinkt er wieder. Bei der Geschichte vor dem Wochenspruch auch. Jesu Anhänger streiten um die Macht. Jesus kommt hinzu und redet Klartext: „Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder.“ Stimmt, so ist es, und den Völkern wird gesagt, es sei notwendig für das Land. Wozu also die Aufregung? War schon immer so.
Seinen Leuten weist Jesus einen anderen Weg, und er selbst ermöglicht und lebt ihn: einander dienen statt herrschen! Warum? Herrschende (auch in Familien) verordnen, Dienende ermöglichen. In der Geschichte im Anschluss an den Wochenspruch schreien zwei blinde Bettler nach Jesus. Sie bekommen verordnet zu schweigen.
Sie schreien weiter und Jesus dient ihnen, indem er sie in die Lage versetzt, wieder zu „sehen“, wie sie selbst ihr Leben gestalten können. Wie konnte er das tun? Jesus war nicht gebunden an Meinungsumfragen, Angst vor Nachteilen, Befürchtungen zu versagen. Er war frei in der Liebe zu Gott und den Menschen und hat darin den Blinden gedient in seinen Möglichkeiten.
Mit seinem Tod am Kreuz hat er auch uns gedient und uns gelöst von der Angst des Versagens und der Strafe. Durch seine Auferstehung sind wir nicht mehr gebunden an die Endlichkeit des Lebens.
Jesus hat uns das Menschenrecht zurückgegeben, als von Gott Geliebte bei Gott ewig zu leben. Die Menschheit hatte es verloren infolge ihres Misstrauens gegen Gott. Keine Regierung konnte es ihr geben, und niemand kann es ihr wieder nehmen. Soweit das Bekenntnis.
Ich freue mich über jeden Tag, der mir zum Ausprobieren gegeben ist – mit oder ohne Lockdown – und erlebe dabei Menschen mit Vertrauen. Diese dienen mir, wohl ohne es selbst zu wissen.

Pfarrer Thomas Walther, Stadtilm 

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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