Predigttext
Dem Teufel Paroli bieten

Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort …
1. Petrus 3, Vers 9

Von Werner Blum, Superintendent i. R., Schmölln

Hoffen heißt, an das Abenteuer der Liebe glauben, Vertrauen zu den Menschen haben, den Sprung ins Ungewisse tun und sich ganz Gott überlassen.« Diese Anweisungen vom Kirchenvater Augustin zum christlichen Leben finden sich sinngemäß auch im Predigttext wieder. Gerichtet sind sie an Christen, die in der steten Gefahr von Anfeindung und Verfolgung lebten. Sie fielen auf, weil sie anders waren in ihrem Denken, Reden und Tun.
Petrus will seine Mitchristen in ihrer Hoffnung stärken. Er greift auf die Seligpreisung Jesu zurück, auf den Apostel Paulus und auf Psalm 34. Wie kann die Schraube eskalierender Gewalt durchbrochen werden? Die Empfehlung lautet: Gewaltlosigkeit, wie sie Jesus vorgelebt hat. Was würde Petrus uns heute empfehlen? Aus Allem heraushalten? Sollen die da oben die Missstände doch beheben! Was kann ich denn ausrichten? Er macht uns Mut zur Zivilcourage, wo sie angesagt ist. Fürchte dich nicht vor denen, die Furcht einflößen und Angst schüren. Stelle dich aber gegen die, die dem Hass den Boden bereiten und die Gewalt auf ihre Fahnen schreiben, die Rücksichtslosen, Menschenverächter und Extremisten aller Art. Ja, das ist eine Zumutung. Johannes der Täufer, an den wir am 24. Juni besonders erinnert werden, hat diese Zumutung angenommen. Er wirkte in einer brutalen Welt, in der das Leben eines Menschen nichts galt. Er hatte sich nicht gescheut, lauthals auf Unrecht des Herrschers hinzuweisen und wurde ins Gefängnis gesteckt. Wegen eines fatalen Versprechens des Landesfürsten Herodes verlor er sein Leben. Gott sei Dank müssen wir nicht um unser Leben fürchten, wenn wir Missstände aufdecken. Wir sollen aber auf den sanften Mut als neuen Lebensstil setzen, auf Friedgerechtigkeit, Gütekraft, und wir dürfen zartherzig sein. Das Böse nicht anwachsen lassen, den Unfrieden verjagen, sich für das Gute ereifern – das ist eine Demonstration der Hoffnung, die uns geschenkt ist. Und wenn ich das Nachsehen habe und scheitere? Dann bin ich ganz nah bei Jesus. Und übrigens: Bange machen gilt nicht! Wir sind alle berufen die gute Botschaft Jesu zu bezeugen und zu leben, den Rest dürfen wir getrost ihm überlassen. Mit der Kraft des Heiligen Geistes können wir den Teufeleien dieser Welt Paroli bieten und den Raum der Liebe vergrößern.

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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