"Wunde Stadt"
Nachgespräche zu Inszenierungen
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Mit dem Stück "Wunde Stadt" arbeitet das Theater Magdeburg den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt der Stadt mit den Mitteln des Schauspiels auf. Eine Gesprächsreihe im Anschluss an die Aufführungen soll zusätzlich Gelegenheiten zum Austausch bieten.
Magdeburg (epd). Das Theater Magdeburg wird im Anschluss an jede Aufführung des Stückes „Wunde Stadt“ von Kevin Rittberger zu Nachgesprächen einladen. Neben dem Austausch über die Inszenierung mit dem Publikum sei jeweils ein thematischer Schwerpunkt geplant, der durch einen Gast auf dem Podium gesetzt werde, kündigte die Intendanz an. Nur am Premierenabend werde es dieses Angebot nicht geben.
Bereits zugesagt haben den Angaben zufolge Rittberger sowie der Schriftsteller Kaleb Erdmann, der in seinem aktuellen Roman seine Erfahrungen als Augenzeuge des Amoklaufs am Erfurter Gutenberggymnasium im Jahr 2002 reflektiert. Ebenfalls werde Thea Ilse Gast eines Nachgesprächs. Sie war bis zu ihrem Ruhestand Landespolizeipfarrerin und Beauftragte für Notfallseelsorge und hat beim Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt die Einsatznachsorge für die Einsatzkräfte koordiniert.
Proteste der Stadtgesellschaft
Die Ankündigung der Aufführung des Stückes „Wunde Stadt“ wurde im November 2025 von einer Protestaktion vor dem Theater begleitet. Dabei wurden auch Mitarbeitende des Theaters und Gäste beschimpft.
Als „öffentliche Institution der Stadt“ solle dieses traumatische Ereignis mit den Mitteln des Schauspiels bearbeitet werden, sagte eine Sprecherin damals. Dabei solle „weder die Tat nachgespielt, noch dem Täter eine Bühne geboten werden“.
Am 20. Dezember 2024 war ein in Sachsen-Anhalt lebender Arzt aus Saudi-Arabien mit dem Auto über den Weihnachtsmarkt gerast und hatte sechs Menschen getötet und Hunderte Personen verletzt. Der mutmaßliche Täter steht derzeit in Magdeburg vor Gericht.
Autor:Online-Redaktion |
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