Hit-Schreiber gewürdigt
Gottesdienste zum Paul-Gerhardt-Jubiläum
- Eine Sonderbriefmarke würdigt den Kirchenlieddichter. Sie erschien zu seinem 400. Geburtstag.
- Foto: epd-bild/Rolf Zöller
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Er ist der beliebteste Dichter evangelischer Kirchenlieder: Paul Gerhardt. Von vielen Schicksalsschlägen getroffen, vermittelte er dennoch Glaubenszuversicht und Trost. Vor 350 Jahren, am 27. Mai 1676, starb der Pfarrer in Lübben im Spreewald. Geboren wurde er 1607 in Gräfenhainichen bei Wittenberg, und er durchlebte ein Jahrhundert geprägt vom Dreißigjährigen Krieg, von Pest und Konfessionsstreit. Zum Jubiläum laden Kirchengemeinden im Süden der EKM zu Veranstaltungen und Festen ein.
In Eisenach ist ein Gesprächsabend zum Jubiläum am 28. Mai (19.30 Uhr) in der Johanneskirche geplant. Der Sonnenscheingottesdienst am 31. Mai (10.30 Uhr) in der Annenkirche steht unter dem Motto „Die Sonne in den Liedern von Paul Gerhardt“. Zudem soll es in der Georgenkirche mehrere Gottesdienste geben, in denen die Lieder im Mittelpunkt der Predigt stehen. In der Paul-Gerhardt-Kirche geht es zum Sommerfest am 30. August um Leben und Lieder von Paul Gerhardt. Am 31. Mai wird in der Augustinerkirche Erfurt zum Gottesdienst zum Paul Gerhardt-Jubiläum eingeladen (10 Uhr). Regionalbischöfin Dr. Friederike F. Spengler hält die Predigt. „Wenn wir in den Hitlisten der Jahrhunderte nach dem Star der geistlichen Lieder suchen, werden wir bei Paul Gerhardt fündig", erklärt EKM-Landeskirchenmusikdirektorin Ingrid Kasper. Laut der vorläufigen Liederliste des neuen Evangelischen Gesangbuchs sind noch heute 26 Lieder Gerhardts enthalten. Auch das katholische «Gotteslob» führt Werke von ihm. Zu Gerhardts Liedern gehören etwa «Wie soll ich dich empfangen», «Fröhlich soll mein Herze springen» und «Geh aus, mein Herz, und suche Freud».
"Die Kraft der Lieder liegt wohl auch in der Vermittlung einer geistlichen Haltung gegenüber den Dingen, der Welt und den individuellen Nöten. Vermutlich wird Paul Gerhardt daher auch in Zukunft ein Star unter den Liederdichtern bleiben und unsere Kirchenmusik weiter prägen und tragen“, meint Kasper.
Autor:Online-Redaktion |
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