Den Frieden wagen
Interreligiöses Friedenstreffen in Rom

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Mit einer bewegenden Abschlusszeremonie ging das internationale und interreligiöse Friedenstreffen von Sant´Egidio, dass vom 26.-28.10. in Rom stattfand, zu Ende. Nach einer sehr offiziellen und beeindruckenden Eröffnungsveranstaltung fanden am Montag und Dienstag unter dem Thema „Den Frieden wagen“ über 20 verschiedene öffentliche und kostenlos zugängliche Panels statt, mit jeweils 7-9 TN aus den verschiedensten Religionen. Als evangelische Pfarrerin war Angela Kunze-Beiküfner aus der EKM eingeladen, etwas über die Kraft des Gebets für den Frieden zu sagen. Am Nachmittag des letzten Tages feierten 11 verschiedene Religionen getrennt, aber in räumlicher Nähe voneinander, ihre jeweiligen Friedensgebete. Die verschiedenen christlichen Religionen feierten gemeinsam mit dem Papst im Colosseum ein Friedensgebet. Danach gab es die Gelegenheit, den Papst kurz persönlich zu begegnen. Die Abschlussveranstaltung war dann für alle Religionen gemeinsam, der Papst hielt eine beeindruckend klare Rede. Leo der XIV. betonte die Kraft des Gebets und sagte: „Mit der Kraft des Gebets, mit zum Himmel erhobenen Händen und mit gegenüber anderen offenen Händen müssen wir dafür sorgen, dass diese vom Krieg und von der Überheblichkeit der Stärke geprägte Epoche der Geschichte bald zu Ende geht und eine neue Geschichte beginnt. Wir können nicht akzeptieren, dass diese Epoche weiter andauert, dass sie die Denkweise der Völker prägt, dass wir uns an den Krieg als normalen Begleiter der Menschheitsgeschichte gewöhnen. Es ist genug! Dies ist der Schrei der Armen und der Schrei der Erde. Es ist genug! Herr, erhöre unser Rufen!“ Nächstes Jahr, zum 40. Jahrestag des ersten interreligiösen Friedensgebets, wird das Treffen wieder – wie vor 40 Jahren – in Assisi stattfinden.

Autor:

Pfr. Dr. Angela Kunze-Beiküfner

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