Bosnien: Katastropheaußerhalb des Fokus

Dresden (red) – Abseits der öffentlichen europäischen Wahrnehmung spitzt sich die Lage an der kroatisch-bosnischen Grenze immer weiter zu, meldete die Pressestelle der Sächsischen Landeskirche in der vergangenen Woche. Sie beruft sich dabei auf Informationen des Vereins „Hilfe konkret“, den sie finanziell bei der akuten Hilfe in mehreren Flüchtlingslagern in der bosnischen Stadt Bihac und im Umland unterstützt. Zuletzt habe sich die Lage vor der europäischen Grenze mit Tausenden Flüchtlingen aus dem Irak, Iran, Syrien, Pakistan, Eritrea und anderen Ländern so zugespitzt, dass die regionalen Behörden im Una-Sana Kanton völlig überfordert seien, berichtete der Vorsitzende des Vereins, Johannes Neudeck.
Er berichtet auch von unhaltbaren Zustände der Geflüchteten in den notdürftig errichteten Lagern. Es sei bereits zu gewalttätigen Auseinandersetzungen aufgrund der Unterbringungssituation gekommen. Die Flüchtlingszahlen hatten sich zudem bis Juni dieses Jahres um bis zu 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht, so Neudeck. Aktuell leistet der Verein mit Sachspenden Erst- und Soforthilfe, vor allem im Bereich Hygiene.
www.hilfekonkret.de

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