Diakonie
Vorstand der Diakonie Mitteldeutschland in Ruhestand verabschiedet

25 Jahre lang war Wolfgang Teske für die Diakonie tätig, die vergangenen zehn Jahre in Mitteldeutschland. Er sei faktisch nie "offline" gewesen, würdigte ihn Landesbischof Kramer beim Gottesdienst zur Verabschiedung in den Ruhestand.

Halle (epd). Mit einem Gottesdienst ist der Kaufmännische Vorstand der Diakonie Mitteldeutschland, Wolfgang Teske, am Mittwoch in Halle feierlich von seinem Dienst entpflichtet und in den Ruhestand verabschiedet worden. Der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Friedrich Kramer, und der Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Joachim Liebig, würdigten die Arbeit des promovierten Juristen. Seine Nachfolge tritt zum 1. Februar Martina von Witten an.

Kramer hob in seinen Dankesworten die "unermüdliche und weit über das Obligatorische hinausgehende Arbeit" Teskes hervor. Der Diakonie-Vorstand, zu dessen Aufgaben auch die Digitalisierung des Wohlfahrtsverbandes gehört habe, sei faktisch niemals "offline" gewesen. Er hoffe, dass ihm dies im Ruhestand, in dem er auch als Anwalt in Leipzig praktizieren wolle, wesentlich besser gelingen möge, fügte Kramer hinzu. Aus den Händen Liebigs erhielt Teske das Goldene Kronenkreuz der Diakonie.

Krankheitsbedingt konnte der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschland, Christoph Stolte, nicht am Gottesdienst im Saal der Evangelischen Johannesgemeinde teilnehmen. In seinem Grußwort bescheinigte er seinem Vorstandskollegen, der seit über 25 Jahren für die Diakonie und davon das letzte Jahrzehnt in Halle tätig war, viel bewegt zu haben. "Er hat es verstanden, abstrakte juristische Fragen und unsere diakonische und gesellschaftliche Wirklichkeit zu verknüpfen - zu konkretem und verantwortlichem Handeln", sagte der Oberkirchenrat.

Teske schaute in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit Sorge auf die Zeit nach der Corona-Krise. Manche Finanzpolitiker, die in der Pandemie noch das Füllhorn ausschütteten, wollten anschließend heute noch gesetzlich garantierte Leistungen massiv einschränken. "Das wird viele diakonische Einrichtungen in massive Schwierigkeiten bringen", warnte er. Die Begleitung Suchtkranker oder die Hilfe in schwierigen sozialen Verhältnissen werde schon heute immer wieder in Frage gestellt. Es sei zu befürchten, "dass mit knapper werdenden Haushaltsmitteln auch wieder die Rufe nach Privatisierung von Einrichtungen oder Kliniken lauter werden", sagte Teske.

Seit seinem Amtsantritt vor zehn Jahren sei es schwieriger geworden, kompetente Mitarbeitende für die Diakonie zu gewinnen, räumte er ein. Der sogenannte Dritte Weg, der das Arbeitsrecht bei der Diakonie regelt, ist aus seiner Sicht nicht nur ein zukunftsfähiges Instrument, um Interessengegensätze zwischen Dienstnehmern und Dienstgebern ohne Arbeitskampfmaßnahmen zulasten Dritter zum Ausgleich zu bringen. Für den scheidenden Vorstand "kann der Dritte Weg sogar beispielgebend auch für andere Bereiche der Wirtschaft sein".
Bei der Diakonie Mitteldeutschland verantwortete Teske (Jahrgang 1955) die Bereiche Wirtschaft, Finanzen und Recht. Von 1995 bis 2011 gehörte er dem Vorstand im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an und war Vizepräsident im Diakonie Bundesverband. Die Diakonie Mitteldeutschland der EKM und der Landeskirche Anhalts umfasst weitgehend die Landesgebiete von Sachsen-Anhalt und Thüringen. In mehr als 1.700 Einrichtungen und Diensten arbeiten rund 30.000 Menschen.

diakonie-mitteldeutschland.de

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Online-Redaktion aus Weimar

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