Militärbundesrabbiner
Positive Bilanz nach seinem ersten Amtsjahr

Berlin/Leipzig (kna) - Militärbundesrabbiner Zsolt Balla hat eine positive Bilanz nach seinem ersten Amtsjahr gezogen. "Eines der wichtigsten Ziele war, die jüdische Militärseelsorge sichtbar zu machen und für Soldaten da zu sein. Da haben wir bereits manches erreicht - wir haben Rosch Haschana, Sukkot und Purim in einem kleinen Kreis gefeiert und dabei Kontakte geknüpft und vertieft", sagte Balla.

"Wie wir umfassendere Veranstaltungen anbieten können, die für unsere jüdischen Soldaten auch bezahlbar sind, ist aber noch eine große Herausforderung." Zudem sei mit einem "regelmäßigen gemeinsamen jüdischen Lernen" mit jüdischen und nichtjüdischen Soldaten begonnen worden, sagte Balla. Zurzeit seien seine Kollegen im Rabbinat vor allem mit der Einarbeitung der Militärrabbiner und Rabbinatshelfer beschäftigt. Auch solle für Soldaten koschere Verpflegung sichergestellt werden.

Darüber hinaus sei es gelungen, bei Personal und Organisation ein Fundament für das Militärrabbinat zu legen und wichtige Arbeitsvoraussetzungen vor allem für die Militärrabbiner zu schaffen, die ihm zur Seite stehen sollen, erklärte Balla. Derzeit gebe es bereits einen in München. Mit Blick auf weitere Kollegen sagte Balla: "Wir sind auf dem richtigen Weg für eine gute Auswahl. Wir hatten jetzt die nächste Runde an Vorstellungsgesprächen für geeignete Rabbiner für unsere Standorte in Hamburg, Köln und München. Ich hoffe, dass ich darüber demnächst detaillierter berichten kann."

Balla war am 21. Juni 2021 in sein Amt eingeführt worden. Die Einrichtung der jüdischen Militärseelsorge galt als historisches Ereignis vor allem mit Blick auf die Schoah. Feldrabbiner hatte es zuletzt im Ersten Weltkrieg gegeben. Balla ist nach wie vor auch Leipziger Gemeinderabbiner, sächsischer Landesrabbiner und im Vorstand der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland.

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Online-Redaktion

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