SELK
Mehrheit gegen Einführung der Frauenordination

Foto: epd-bild / Rolf Zöllner

Hofgeismar (idea) – Die Mehrheit der Pfarrer der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) lehnt die Einführung der Frauenordination in einem Teil der Gemeinden ab. Wie die SELK mitteilte, bekundeten bei der jüngsten Tagung des Allgemeinen Pfarrkonvents in Hofgeismar 62 Mitglieder des Konvents ihre Zustimmung zu einem entsprechenden Antrag, während 19 Pfarrer dagegen votierten und zwei sich enthielten. Im entsprechenden Antrag ist festgehalten, dass aktuell eine Mehrheit der Mitglieder des Konvents „aus theologischen Gründen ein gleichberechtigtes Nebeneinander der Praxis der Ordination von Frauen und der Ablehnung dieser Praxis“ nicht für möglich halte.

Bischof: Die Pfarrer wollen die Einheit der Kirche bewahren

Der Bischof der SELK, Hans-Jörg Voigt (Hannover), wertete das „überraschend deutliche Abstimmungsergebnis“ als ein Signal, dass die Pfarrer die Einheit der Kirche suchten. Er räumte allerdings ein, dass einige Gemeindeglieder nun gewiss enttäuscht seien, während andere die Klarheit der auf dem Konvent getroffenen Entscheidungen begrüßten. Allerdings könne er noch nicht einschätzen, wie sich die Kirchensynode zu den Beschlüssen des Konvents verhalten werde. Nach der Grundordnung (der Verfassung) der SELK bedürfen diese der Zustimmung durch das Kirchenparlament, wenn sie bindende Wirkung entfalten sollen. Es soll das nächste Mal vom 17. bis zum 20. September 2025 zusammentreten.

Zum Hintergrund: In der SELK wird bereits seit vielen Jahren über die Einführung der Frauenordination gerungen. Sie wird auch von vielen weiteren lutherischen Kirchen abgelehnt, aber auch in der römisch-katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen ist das Priesteramt Männern vorbehalten. Die SELK hat rund 32.000 Mitglieder in 174 Gemeinden.

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Online-Redaktion

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