Landeskirche Anhalt
Frühjahrssynode setzt Strategieprozess fort
- Intensiv berieten die Synodalen die zahlreichen Anträge zum Strategiepapier "Anhalt 2035".
- Foto: Uwe Kraus
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Wegen rückläufiger Mitgliederzahlen hat die Evangelische Landeskirche Anhalts im Herbst einen "Strategieprozess" angeschoben. Er soll auf der Frühjahrstagung des Kirchenparlaments fortgesetzt werden. Es geht nicht zuletzt um Stellen und Gebäude.
Dessau-Roßlau (epd). Das Kirchenparlament der Evangelischen Landeskirche Anhalts will auf seiner Frühjahrstagung am 17. und 18. April in Dessau den Strategieprozess „Anhalt 2035“ fortsetzen. Zudem beschäftigt sich die Synode weiter „mit der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche“, wie die Landeskirche mitteilte.
Nach dem Rücktritt von Synodenpräses Andreas Köhn aus beruflichen Gründen muss auch eine neue Leitung für das Kirchenparlament gewählt werden. Bis dahin übernimmt Jan Brademann als Stellvertreter des bisherigen Präses den Vorsitz. Im Rahmen des Reformprozesses soll etwa der Stand der Entwicklung der Stellenpläne und der Umgang mit Kirchenimmobilien thematisiert werden. Außerdem soll eine Änderung des Gewaltschutzgesetzes beschlossen werden.
Mit Blick auf die Tagesordnung der Frühjahrstagung sagte der kommissarische Präses Brademann, die Landeskirche zeige sich „zukunftsorientiert“, „selbstkritisch“ und „geschichtsbewusst“: Vor hundert Jahren sei in Dessau nicht nur das Bauhaus eingeweiht worden, „vielmehr stand unsere Landeskirche in einem Kulturkampf auf der falschen Seite“. Sie habe damals zu jenen Kräften gehört, „die die liberale, demokratische durch eine autoritäre, homogene Ordnung ablösen wollten“, erklärte er.
Das Kirchenparlament besteht aus 32 Synodalen, die von den Ältesten der Kirchenkreise gewählt werden, sowie sechs von der Kirchenleitung berufenen Synodalen, zwei davon sind Jugendsynodale. Ende 2025 gehörten rund 23.150 getaufte Menschen in 146 Gemeinden der kleinsten evangelischen Landeskirche in Deutschland an.
Autor:Online-Redaktion |
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