«7 Wochen Ohne»
EKD hat Fastenaktion eröffnet
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Die evangelische Kirche hat am Sonntag ihre Fastenaktion «7 Wochen Ohne» eröffnet. Landesbischof Ralf Meister rief als Botschafter der Aktion dazu auf, sich auf das diesjährige Motto «Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte» einzulassen.
Göttingen (epd). Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat am Sonntag die bundesweite evangelische Fastenaktion «7 Wochen Ohne» eröffnet. Die Aktion steht in diesem Jahr unter dem Motto: «Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte». «Sieben Wochen liegen vor uns, um uns darauf einzulassen», sagte Meister als Botschafter der Aktion in seiner Predigt in einem ZDF-Fernsehgottesdienst aus der St.-Albani-Kirche in Göttingen.
Fremdenfeindlichkeit, Mobbing auf Schulhöfen oder Hass in den sozialen Medien gehörten mittlerweile fast zum Alltag, sagte Meister. «Wir bewegen uns in einer Zeit, in der Unbarmherzigkeit und Verachtung gegen andere Menschen scheinbar wieder normal werden.» Dagegen stehe die biblische Botschaft von Mitgefühl und Erbarmen. Sie widerspreche der gewohnten Logik von Macht und Härte: «Die kommenden sieben Wochen können eine Schule auf Zeit sein: eine Zeit, in der wir hören und uns in diese ungewohnte Haltung einüben.»
Die Fastenaktion «7 Wochen ohne» wurde 1983 gegründet. Mit ihr läutet die evangelische Kirche offiziell die Fasten- oder Passionszeit ein. In den 40 Tagen bis Ostern erinnern sich Christen an das Leiden und Sterben Jesu. Der Verzicht auf Speisen und Getränke wie Fleisch und Wein oder auch auf den TV-Konsum gilt als Symbol der Buße und der spirituellen Erneuerung.
Ein mit Theologen und Medien-Experten besetztes Kuratorium bestimmt alljährlich nach Aschermittwoch das Motto der Aktion «7 Wochen Ohne» für das Folgejahr. «7 Wochen Ohne» gehört zum Netzwerk des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) in Frankfurt am Main. Das GEP trägt unter anderem auch die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd).
Autor:Online-Redaktion |
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