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Dank für Ernte und Einheit
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Erntedank und der "Tag der Deutschen Einheit" fallen in diesem Jahr zusammen. Und dankbar dürfen wir sein – gerade auch für den Fall der Mauer. Allein in Thüringen und Sachsen-Anhalt war die Westgrenze rund 1100 Kilometer lang.
Von Thomas Nawrath
Im Schutz der Kirchen versammelten sich im September 1989 erstmals Menschen zum "Gebet für gesellschaftliche Veränderung". Und das Unvorstellbare geschah: Während am 7. Oktober noch Hunderte Demonstranten in Berlin von den "Staatsorganen" verprügelt und verhaftet wurden, gingen in Leipzig am 9. Oktober 70 000 zur Montagsdemo auf den Ring. Doch die Sicherheitskräfte griffen nicht ein! Es blieb friedlich. Kerzen brachen die Staatsmacht.
War das nicht schon ein Wunder? Ebenso die Grenzöffnung am 9. November. Und nicht einmal ein Jahr darauf war die DDR Geschichte. In einer exklusiven Umfrage für "Glaube + Heimat" geben 41 Prozent der Befragten an, dass sie die Deutsche Einheit heute als ein Geschenk Gottes betrachten.
In meinen Augen zu Recht! Niemand hatte das vorhergesehen: Moskau stimmte zu, ebenso die ewig nörgelnden Briten. Es brauchte einen Bundeskanzler, der die Gunst der Stunde nutzte. Doch vor allem waren da mutige Menschen, bald Hunderttausende, die Woche für Woche im nebligen Herbst 1989 friedlich auf die Straße gingen. Gründe dankbar zu sein haben wir viele. Gott sei Dank!
Autor:Thomas Nawrath |

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