Regierungsbeauftragter Rörig: Beide Seiten sollten wieder zusammenfinden
Betroffenenbeirat: Vorläufiges Aus

Vier Mitglieder des Betroffenenbeirats von Opfern sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche haben gegen die Unterbrechung der Arbeit des Gremiums protestiert. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.

Hintergrund: Die EKD hat beschlossen, die Arbeit des Gremiums vorübergehend auszusetzen. Es war 2020 gebildet worden und sollte die Aufarbeitung der Fälle von sexuellem Missbrauch im Bereich der Kirche kritisch begleiten sowie eigene Vorschläge für Maßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt erarbeiten. In den vergangenen Monaten waren fünf Mitglieder aus dem Betroffenenbeirat ausgetreten.
Grund waren nach Angaben der EKD unter anderem Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Gremiums. Aus den Reihen der verbliebenen sieben Mitglieder sei der Wunsch geäußert worden, das Gremium aufzulösen. Die Beteiligung von Betroffenen solle jetzt neu organisiert werden, erklärte der Sprecher des Beauftragtenrates der EKD zum Schutz vor sexualisierter Gewalt, der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Christoph Meyns.

Mitglieder kritisieren mangelnde Ausstattung

Die vier Mitglieder des Betroffenenbeirates Katharina Kracht, Detlev Zander, Henning Stein sowie ein Mitglied mit dem Pseudonym NKD erklärten nach Angaben der „Süddeutschen“, sie seien mehrheitlich für eine Fortsetzung der Arbeit des Gremiums gewesen. Der Grund für die Unzufriedenheit der anderen Mitglieder sei die mangelhafte Ausstattung des Gremiums und fehlende Unterstützung durch die EKD gewesen.

Der Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig (Berlin), appellierte an beide Seiten, sich wieder an einen Tisch zu setzen. Die Unterbrechung der Arbeit des Betroffenenbeirates könne nur eine letzte Möglichkeit sein. „Wenn es noch den Hauch einer Chance gibt, sollten beide Seiten versuchen, wieder zusammenzufinden.“

(idea) 

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Online-Redaktion

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