Fachtagung: Dialog und christliche Mission schließen einander nicht aus
Allianz will verstärkt mit Muslimen reden

Von Harald Krille

Mit der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) verbundene Christen hätten vielfach persönliche Beziehungen zu muslimischen Menschen und seien generell stark in der Betreuung von Flüchtlingen engagiert. Unterentwickelt sei allerdings das institutionelle Gespräch von Gruppen und Gemeinden mit muslimischen Verbänden und Moscheevereinen sowie die Teilnahme am interreligiösen Dialog. So das Fazit von Reinhold Strähler auf der am Sonntag zu Ende gegangenen Fachtagung »Muslime und Islam in Deutschland – eine Standortbestimmung der DEA« in Bad Blankenburg. Nach den Worten des Leiters des Arbeitskreises Islam sei ein solches Engagement besonders im Blick darauf nötig, bestehende kritische Anfragen einzubringen. Diese beträfen Entwicklungen innerhalb des Islams und der ihn vertretenden Verbände ebenso wie Fragen der Integration und des Miteinanders der Religionen in Deutschland. Nach Strählers Erfahrung wünschten sich auch islamische Verbände eine stärkere Beteiligung der Allianz.
Uwe Heimowski, der Beauftragte der DEA am Sitz des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung, benannte gegenüber der Kirchenzeitung als »Schwerpunkterkenntnisse« der Tagung, dass sich der Dialog mit dem Islam und das christliche Glaubens­zeugnis beziehungsweise die Mission nicht ausschlössen. »Dialog bedeutet aber, mit dem anderen zu reden und nicht über ihn«, so Heimowski. Dies sei nach seinen Erfahrungen auch innerhalb der Allianz noch nicht für jeden selbstverständlich.
Einen Schwerpunkt der Fachvorträge vor den 70 Teilnehmern aus ganz Deutschland bildete zudem die Wahrnehmung der Vielfalt des Islams. So warnte etwa Friedmann Eißler von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen eindringlich davor, pauschal von »dem Islam« zu sprechen.

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