Hochschule Harz
Kunst und Inklusion im Fokus

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Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr geht die Veranstaltungsreihe „Tanz trifft Wissenschaft“ an der Hochschule Harz in eine neue Runde. Die Kooperation zwischen der Hochschule Harz und der Tanzkompanie TanzHarz des Harztheaters verbindet erneut künstlerische Praxis mit wissenschaftlichem Arbeiten – und öffnet sich inklusiven künstlerischen Prozessen.
Das malwerk, eine Initiative der Evangelischen Stiftung Neinstedt zur Teilhabe von Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen, wird von dem Künstler Korvin Reich geleitet. Dort werden die Fotografien weiterverarbeitet und in einem offenen künstlerischen Prozess mit Acrylfarben neu interpretiert. So entstanden Werke, die weniger als Übersetzung denn als eigenständige Fortsetzung zu verstehen sind – Arbeiten, in denen sich unterschiedliche Wahrnehmungen, Erfahrungen und schöpferische Handschriften überlagern.
„Es ist immer spannend zu sehen, was passiert, wenn sehr unterschiedliche künstlerische Handschriften aufeinandertreffen“, sagt Korvin Reich. „In solchen Prozessen entsteht etwas, das sich nicht planen lässt – und genau darin liegt für mich die eigentliche Qualität.“ Tarek Assam, Direktor von TanzHarz, beschreibt die besondere Dynamik der Zusammenarbeit: „Tanz ist eine zutiefst körperliche Kunstform. Gerade wenn er in solche offenen und inklusiven Prozesse eingebunden wird, entstehen neue Perspektiven – für alle Beteiligten, aber auch für das Publikum.“
Tim Bruns, künstlerischer Mitarbeiter im Studiengang Medieninformatik und Teil des kuratorischen Kollektivs Fotoskopia, hat zwei Tänzerinnen von TanzHarz fotografisch begleitet. Die entstandenen Arbeiten wurden im Anschluss an der Hochschule Harz produziert und an das inklusive Kunstprojekt malwerk weitergegeben. Für Tim Bruns steht vor allem die Frage nach den Möglichkeiten von Kunst im Mittelpunkt: „In einer Zeit großer gesellschaftlicher Spannungen und sozialer Herausforderungen interessiert mich, was kreatives Schaffen leisten kann – und was nicht. Mit unserem Projekt wollen wir zeigen, dass künstlerische Arbeit im Zusammenspiel mit inklusiven Prozessen in die Gesellschaft hineinwirken kann und Räume schafft, in denen Menschen gemeinsam ästhetische Erfahrungen machen. Das so entstandene Miteinander bringt dann langfristig – so die Hoffnung – Chancen auf Veränderung“.
Die Reihe  „Tanz trifft Wissenschaft“ wird am 20. Mai ab 17.30 Uhr, in der Papierfabrik (Haus 9) auf dem Wernigeröder Campus fortgesetzt. Dort entfaltet sich ein erweitertes künstlerisches Projekt, das unterschiedliche Disziplinen und Ausdrucksformen miteinander verschränkt.

Autor:

Uwe Kraus

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