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Qualität statt Quantität
Weniger Besucher bei "Jakob"

Bella Italia: Sabrina Thormann vom Landgut Holzdorf serviert Spaghetti Bolognese. | Foto: Conny Mauroner
  • Bella Italia: Sabrina Thormann vom Landgut Holzdorf serviert Spaghetti Bolognese.
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Rund 3.000 Essen haben die Ehrenamtlichen im Weimarer Jakobssaal innerhalb der letzten acht Wochen ausgereicht. Damit ist die Zahl der Gäste bei „Zu Tisch bei Jakob“ gesunken.

Von Conny Mauroner

„Die Gründe sind vielschichtig“, stellt Ramón Seliger, Rektor der Diakoniestiftung, fest. „Zu Beginn der Winteraktion am 12. Januar herrschte Schneechaos. Dann kam das Glatteis und zwischendurch haben die Busfahrer gestreikt.“ Doch Seliger ist nicht traurig über 500 Besucher weniger. „Der Intension des Projektes war es sogar zuträglich“, sagt Seliger. „Unsere Ehrenamtlichen hatten viel mehr Zeit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Auch untereinander wurde viel mehr geredet. Die Gäste wurden nicht durch Wartende gestört oder gehetzt.“ Das Essen soll Gemeinschaft schaffen und Menschen zusammenbringen.

Wurden im vergangenen Jahr zu Spitzenzeiten 130 Essen am Tag gezählt, lag der Rekord diesmal bei 99. „Auffällig war, die große Zahl an Bedürftigen. Im letzten Jahr haben viele Menschen den vollen Preis gezahlt und sogar noch eine Spende dagelassen. Das war in diesem Jahr nicht mehr unbedingt der Fall. Gerade zum Ende des Monats waren die Portmonees unserer Gäste leerer.“ Die Entwicklung besorgt den Rektor. „Das Geld wird knapper. Das merken die Menschen an allen Ecken und Enden.“ Viele Besucher sind immer wieder gekommen. „Am Ende gab es sogar einen Stammtisch. Es haben sich Bekanntschaften gebildet, die hoffentlich auch nach dem Winter bestehen bleiben.“ Auch die Ehrenamtlichen ziehen ein positives Resümee. Zum Dankesabend zeigten sie sich zufrieden. Sie hätten tolle Gespräche geführt und eine gute Zeit mit den Gästen verbracht. Einige haben signalisiert im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

2027 soll das Projekt weiter gehen und nach Möglichkeit in einer 5. Auflage stattfinden. „Doch das hängt alles an der Finanzierung. Voraussichtlich im Herbst startet eine neue Spendenkampagne“, kündigt der Rektor an. „Zu Tisch bei Jakob“ wird von vielen Kleinspenden unterstützt. Der Kirchenkreis Weimar-Apolda und die Diakonie Mitteldeutschland geben ebenfalls Geld dazu. Bedürftige zahlen für ein Essen vier Euro, der volle Preis liegt bei acht. „Ohne Spenden wäre das nicht finanzierbar“, so Seliger

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