Überraschung parat?
Zum Valentinstag

Haben Sie für Ihre Liebsten zum Valentinstag schon eine Überraschung vorbereitet? Ja, ich weiß, dass ist alles nur Kommerz … Und dennoch nehme ich den 14. Februar zum Anlass, mit meiner Frau etwas Schönes zu unternehmen. Ich gebe zu, mit der Anbetung von Heiligen haben wir Protestanten es nicht so, wobei einige für mich schon eine gewisse Vorbildfunktion haben und Verehrung verdienen.

Von Martin Krautwurst

Valentin von Terni lebte im dritten Jahrhundert nach Christus und war Bischof von Interamna, dem heutigen Terni in der mittelitalienischen Region Umbrien. Er wird als der Patron der Liebenden verehrt, weil er jungen Paaren den Segen mit auf den Weg gab, die auf Grund ihres Standes, ihrer Herkunft oder Ihrer Religion nicht zusammenkommen durften. Ihm werden aber auch Krankenheilungen nachgesagt, die bei vielen zum christlichen Glauben führten. Am 14. Februar 269 soll er hingerichtet worden sein, weil er trotz Verbotes Liebende weiter christlich getraut und gesegnet hätte. Als ob man den Segen Gottes verbieten könnte …
Liebe geht ihre eigenen Wege. Auch wenn heute Stand, Religion oder Herkunft nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Nicht wenige Paare liegen im Streit mit den Eltern, weil die Partnerwahl nicht den Vorstellungen der Eltern entspricht. Oft fühlen sich junge Menschen bevormundet und eingeschränkt und gehen dann eigenartige Wege. Nicht selten zerbrechen Familien an diesem Phänomen, obwohl der Zusammenhalt und die Hilfe in dieser Zeit viel wichtiger wären.
Mich erinnert der Valentinstag an viele Hochzeiten im Osten Deutschlands, auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Auf Grund der politischen Geschichte hatten viele junge Menschen keinen Bezug mehr zur Kirche und zum christlichen Glauben. Einen Anspruch auf eine kirchliche Trauung und auf den Segen Gottes gab es so „amtlich“ gesehen nicht. Und doch erhielt ich viele Anfragen. Nach intensiven Traugesprächen fanden viele Hochzeiten dann doch in unserer Kirche statt, und nicht wenige hielten sich seitdem zur Kirche und ließen ihre Kinder später auch taufen.
Gottes Liebe lässt sich nicht aufhalten und wird in der Liebe der Menschen sichtbar und spürbar. Oder wie es im 1. Johannesbrief heißt: „Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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