Ruanda
Wer ist Hutu, wer ist Tutsi?
- Auf der "Wall of Names" im Kigali Genocide Memorial sind die Namen der Menschen eingraviert, die dort begraben wurden. Nach dem Genozid von 1994 konnten bis heute noch nicht alle Opfer identifiziert werden.
- Foto: epd-bild/Helena Kreiensiek
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In Ruanda kam es 1994 zu einem der schlimmsten Genozide des 20. Jahrhunderts. Wie kann heute neues Vertrauen entstehen, wo einst Nachbarn zu Mördern wurden? Der Autor ist Menschen begegnet, die trotz tiefster Wunden einen Weg zur Versöhnung suchen.
Von Uwe Heimowski
Kigali. „Schaut euch diese beiden Männer an“, sagt Pastor Innocent, „wer von ihnen ist ein Hutu und wer ein Tutsi?“ Die Frage ist nicht zu beantworten – und genau darin liegt ihre Aussagekraft. Denn äußerlich lassen sich die beiden Männer nicht unterscheiden. Und doch wurde Jean-Marie zum Mörder, und Javier verlor seine Familie. Wie kann so etwas entstehen? Hintergrund ist die Rassenlehre des 19. Jahrhunderts. Erst die deutschen und dann die belgischen Kolonialmächte teilten die Menschen ein – in Hutu, Tutsi oder Twa.
Autor:Online-Redaktion |

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