Gottesanbeterin in Sachsen-Anhalt weitverbreitet
Mehr als 8000 Sichtungen
- Gottesanbeterin auf einem bemoosten Ast.
- Foto: picture alliance / Zoonar / Jürgen Hust
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Vor 15 Jahren war die Gottesanbeterin in Sachsen-Anhalt noch ein Exot. Im Jahr 2011 wurde sie lediglich zweimal im Land gesichtet. Doch mit den heißeren Sommern stieg auch ihre Zahl an.
Von Thomas Nawrath
Halle. Die Gottesanbeterin hat sich in Sachsen-Anhalt etabliert. So verzeichnete das Landesamt für Umweltschutz (LAU) im Jahr 2025 mit 8.072 Meldungen eine Rekordzahl an Beobachtungen, teilte eine Sprecherin des Amtes in Halle (Saale) mit. In Sachsen-Anhalt wurde sie erstmals 1991 in Magdeburg nachgewiesen, hieß es. Die wärmeliebende Insektenart breitet sich offenbar infolge klimatischer Veränderungen seit den 1990er Jahren nach Norden aus. Seit 2010 stiegen die Sichtungen im Bundesland nach Angaben des LAU deutlich an: von zwei Meldungen im Jahr 2011 über 399 im Jahr 2021 auf mittlerweile mehr als 8.000.
Gottesanbeterinnen seien demnach mittlerweile in weiten Teilen des Landes anzutreffen. Neben stabilen Vorkommen im Süden und in der Mitte Sachsen-Anhalts breite sie sich zunehmend auch im Norden und Nordwesten aus, hieß es. So gab es 2025 erstmals Sichtungen bei Haldensleben und Klötze sowie in der Colbitz-Letzlinger Heide. Verbreitungslücken bestehen derzeit noch im Harz, im nördlichen Harzvorland und in Teilen der westlichen Altmark.
- Gottesanbeterin fliegt über Astern im Garten.
- Foto: picture alliance / imageBroker / Andre Skonieczny
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Weitere Ausbreitung der Insektenart wird erwartet
Für die kommenden Wochen erwartet das Landesamt eine weitere Ausbreitung, insbesondere in den Landkreisen Salzwedel, Börde und Harz. "Besonders interessant sind vor allem die Bereiche nördlich und westlich von Gardelegen bis zur niedersächsischen Landesgrenze. Da fehlt bisher der Lückenschluss", sagte Biologe Marcel Seyring. Das LAU bittet weiterhin um die Meldung von Sichtungen aus dem gesamten Bundesland. Diese würden geprüft und in die zentrale Artdatenbank übernommen.
epd
Autor:Thomas Nawrath |
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