Statement des Geschäftsführenden Ausschuss
Studium im Mittleren Osten (SiMO)

Foto: Linda Maktaby

„Ich weiß nicht, können wir noch etwas Schlimmeres erleben?“

Seit vielen Jahren sind wir mit zahlreichen Partner:innen im Libanon, aber auch in anderen Ländern des Nahen und Mittleren Osten verbunden. Insbesondere stehen wir im Libanon mit der Near East School of Theology in Beirut, aber auch der Schneller Schule in der Bekaa-Ebene in Kontakt. Viele verzweifelte Nachrichten unserer Partner:innen erreichten uns in den letzten Tagen. Die Menschen im Libanon hatten mit der vereinbarten Waffenruhe Hoffnung geschöpft, dass die Gewalt ein Ende findet. Der Bombenhagel am Nachmittag des 8. April 2026 machte diese Hoffnung zunichte. Die Bitte zu beten, dass die Waffen schweigen, steht am Ende jeder Nachricht. Die Kräfte der Menschen im Libanon sind erschöpft. Jeder weitere Tag des Krieges zerstört nicht nur Menschenleben und materielle Güter, sondern beschädigt in unheilvoller Weise die Seelen der Kinder und damit die Zukunftsaussichten des Libanons und der ganzen Region.Wir als Geschäftsführender Ausschuss des Studienprogramms Studium im Mittleren Osten sind entsetzt über das Ausmaß der Gewalt im Nahen und Mittleren Osten insbesondere im Libanon.

Wir fordern die Bundesregierung auf, sich
1.) mit allen ihr zur Verfügung stehenden diplomatischen Mitteln für das umgehende Schweigen der Waffen auch im Libanon einzusetzen;
2.) auf eine dauerhafte Waffenruhe zwischen allen Kriegsparteien zu bestehen und
3.) gemeinsam mit den lokalen, den europäischen und internationalen Partner:innen auf eine Friedenslösung für den gesamten Nahen Osten hinzuarbeiten.

Dazu gehört für uns ein sofortiger Stopp und eine langfristige Aussetzung aller Waffenlieferungen in die Kriegsregion, bis eine Friedenslösung in Sicht ist.Wir bekennen uns in christlicher Verbundenheit und Nächstenliebe zu unseren Freund:innen und Partner:innen, unseren Geschwistern im Glauben in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens und zu allen Menschen, die vom derzeitigen Krieg betroffen sind und unter ihm leiden. Wir beten und hoffen, dass Frieden werde und bleibt

Autor:

Christian Kurzke

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