Stimmen zu Moria

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich dafür ausgesprochen, mehr Migranten aus dem abgebrannten griechischen Lager Moria aufzunehmen als bislang geplant. Söder sagte, es sei aus seiner Sicht eine persönliche Christenpflicht, in einer solchen Not zu helfen. "Das ist machbar und umsetzbar.» Gleichzeitig betonte der CSU-Politiker, dass die Migrationspolitik europäisch gelöst werden müsse und es keinen deutschen Alleingang geben dürfe: «Was wir nicht machen können: Wieder ins Jahr 2015 zurückkehren.»

WDR-Journalistin Isabel Schayani berichtet, dass die Geflüchteten auf Lesbos die Sorge hätten, dass auch im neuen Lager ein harter Corona-Lockdown drohe und dieses dann zu einem "Gefängnis" würde. "Die Menschen hier drehen durch", berichtete sie in der Sendung "Anne Will". Sie erzählt von Kämpfen bei der Wasser- und Essensausgabe. Auch schildert sie die Situation der Griechen, die "so nett und hilfsbereit, aber überfordert" seien. "Es ist entsetzlich, dass sie dieses Elend ständig vor der eigenen Haustür haben", sagt Schayani. Das spalte auch die griechische Bevölkerung.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow wünscht sich in der Debatte um Konsequenzen aus dem Brand in dem Flüchtlingslager Moria mehr christliche Nächstenliebe. "Prinzipienstreitereien" seien "angesichts schreiender Not inhuman. Christliche Nächstenliebe ist gefragt", sagte der Linke-Politiker. "Die Zustände in Moria waren schon vor dem Feuer eine europäische Schande". Das Feuer mache dies nur deutlicher sichtbar. Aus Ramelows Sicht ist es "höchste Zeit, die Aufnahmeverfahren zu beschleunigen".

Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping fordert verbindliche Zusagen der Bundesregierung für die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Lager auf Lesbos. Das Aufnahmekontingent des Bundes sei dringend zu erhöhen, erklärte die SPD-Politikerin. Ein weiterer Weg sei, den Bundesländern die Möglichkeit zu eigenen Aufnahmeprogrammen zu geben. "Griechenland benötigt jetzt dringend Hilfe der anderen EU-Mitgliedstaaten", so Köpping.

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Online-Redaktion aus Weimar

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